Text 6: Informierte Taten und beziehungslose Daten (3)

Teil 1: Von der Wiege zum Grab
Teil 2: Das Nötige ist Schicksal, das Mögliche ist Freiheit.
Teil 3: Informierte Taten und beziehungslose Daten

Damit nicht alles bisher Geschriebene einzig graue Theorie bleibt und Informationen und Daten nicht beide für ein und dieselbe graue Katze gehalten werden, die Nachts ihr schattenhaftes Unwesen treibt, soll der hier verlinkte Text entsprechend Licht in das problematische Thema bringen, verdeutlichend, warum es in der natürlichen Ordnung der ANDEREN keine Probleme gibt, der Mensch aber immer mehr Probleme reaktiv möglich macht. Menschen sind versucht notwendige Gegebenheiten, die im Rahmen der HARMONIE realisiert werden müssen, nicht einfach hinzunehmen, da diese nicht in ihre Vorstellung und Erwartung von Harmonie, und schon gar nicht von Normalität, passen, so ein immer komplexer scheinendes Netz aus notwendig werdenden weiteren Möglichkeiten spinnend.

Der eingangs verlinkte Text macht das Ausmaß menschlichen Fortschritts vom Wesen des Lebens deutlich, jene Entfremdung von der natürlichen Ordnung, in die der Mensch jedoch selbst unentrinnbar eingebunden ist. Probleme damit haben offensichtlich einzig wir EINEN, die einen mehr, andere weniger, wie folgende Zitate aus verlinktem Text es belegen:

… ”Der Raum, in dem sie neue Menschen machen, hat eine Wand aus Glas. “Das Aquarium” nennt Dagan Wells es, und er klopft an die gelb getönte Scheibe.” …

… ”Das Institut im englischen Oxford gehört zur Avantgarde der Kinderwunschzentren. Hier wird die menschliche Fortpflanzung optimiert. Wells’ Truppe beherrscht die Herstellung von Kindern schon heute weitaus zuverlässiger als die Natur. Auch weitaus effizienter. Und sicherer.” …

… ”Das führt vor Augen, wie weit die Reproduktionsmedizin vorangeschritten ist auf ihrem Weg zur totalen Herrschaft über die menschliche Natur. In naher Zukunft werden Ärzte die Befruchtung im Reagenzglas, die sogenannte In-vitro-Fertilisation (IVF), so weit perfektioniert haben, dass sie ihren Klienten ein umfassend kontrolliertes Qualitätsprodukt anbieten: ein gesundes Baby, präzise terminiert, zu fast jedem beliebigen Lebenszeitpunkt der Mutter.” …

… ”Der enorme Aufwand soll die fehleranfällige Natur der menschlichen Reproduktion kompensieren. Bei der Fortpflanzung leistet sich der Homo sapiens mehr Schlampigkeit als jedes andere Säugetier.” …

… ”Wie lange mag es dauern, bis den Menschen die gewöhnliche Zeugung im Bett, wenngleich romantisch, viel zu riskant vorkommt? Und unverantwortlich gegenüber den künftigen Kindern?” …

Quelle: Zeit Online vom 23. Juli 2013

Man muss nun keineswegs Romantiker sein oder als Technikmuffel gelten, um zu erkennen, wie weit wir Menschen als Spezies inzwischen den Informationen misstrauen und unser Harmonieverständnis, unser normales angestrebtes Bild der Realität, aus immer mehr einzelnen Daten aufbauen, neuesten Legosteinen  der Reihe MINDSTORMS EV3 gleich … als Fortführung der weiteren problembehafteten Schwächung der Menschheit als Ganzes, sich als energetische Schwindsucht pandemisch auf der Bühne des Lebens manifestierend. Das menschliche Verständnis von Fortschritt ergibt sich zwangläufig aus dem Missverständnis der menschlichen Rolle für das GANZE. So applaudieren wir uns selbst, wenn wir vermeintliche Lösungen für jene Probleme finden, die wir selbst geschaffen haben, indem wir natürliche Informanten durch künstlich angelegte Datenbanken jagen und ihre Absichten im Kunstlicht unserer fortgeschrittenen Erkenntnisse beleuchten, Eureka rufend und noble Auszeichnungen verteilend.

Aus dem fundierten, wohl informierten Wissen um die Beziehungen von Natur und Mensch, welches den Frauen vergangener Kulturen zueigen war, wurde so einst Hexenwerk, und nun, im Verlauf EINES ereits fortgeschrittenen und weiter fortschreitenden Datendrangs, fern des natürlichen Tatendrangs, werden aus Babies Werbeversprechen, in Form eines ”umfassend kontrollierten Qualitätsprodukts”. So steht es geschrieben im eingangs verlinkten Text … Gattaca lässt grüßen.
Doch ist dieses Versprechen seinerseits nicht ohne Problem … und schon gar nicht die Lösung für das PROBLEM, wenngleich aber Teil des Lösungsweges, nur anders, als wir Menschen das momentan erwarten. Das Problem ergibt sich aus dem fehlenden Informationsaustausch zwischen dem Prozess, der den Menschen als Lösung der problemlosen Elternschaft verkauft wird, und dem Unordnungsspeicher der gesamten fragiler werdenden Menschheit, jenem Speicher, aus dem sämtliche Probleme, schicksalbehaftet, ihre Energie beziehen, um, als Fragment des eigentlichen PROBLEMS, weiter eine (Los)Lösung erwarten zu können. Dieser Unordnungsspeicher nährt die Schattenseiten der Entfremdung der EINEN von den ANDEREN, jene Schatten, die alle Katzen grau erscheinen lassen, und die EIN jeder von uns, unterschiedlich ausgeprägt bzw. dimensioniert, mit sich durch das Leben trägt, all unsere Erwartungen, Erinnerungen, Ängste, Zwängen, Träume, Traumata, Emotionen und Geistesgegenwart mit (geraubter) Energie versorgend. Dabei sind es genau diese Schatten, die vermehrt das ermöglichen, was die Reproduktionsmediziner den ANDEREN in die Schuhe schieben und als Schlampigkeit, Fehler, Defekt oder Risiko bezeichnen.

Wer nun der Ansicht ist, dass die Menschheit einer harmonischen Zukunft entgegengeht, wenn kommende Kinder, wie im eingangs verlinkten Text beschrieben, problemlos auf die Welt kommen können, ausgestattet mit einem perfekten Genom, vergisst, dass das eigentliche PROBLEM dadurch auch weiterhin Bestand hat und andere Probleme auftauchen werden, die noch weitreichender sein werden als jene, die nun zunehmend als problemlos lösbar angesehen werden. Zumal es kein perfektes Genom geben kann, sind Lebensformen doch der Ausdruck all der Probleme, die sich aus dem PROBLEM ergeben und daher auch Ausdruck der Dynamik der HARMONISIERUNG des GANZEN, verkörpert als natürliche Diversität und menschliche Individualität … und damit stets Ausdruck ihrer jeweiligen Lebensbedingungen.
Dass menschliche Schicksale von Menschen bereitwillig auf das Versagen ANDERER, sprich die Natur, geschoben werden, ohne eigenes Tun bzw. Nicht-Tun als Spezies zu hinterfragen, lässt somit das PROBLEM immer weiter in die Ferne rücken, was aber auch für all die Zwischenstationen gilt, auf denen die Fragmentierung des PROBLEMS (un)ordentlich an Fahrt gewinnen konnte. Eine ganz wesentliche Zwischenstation beschreibt Doris Wolf, passend zum Thema des Ursprungs von Problemen, auf ihrer Homepage, wie man, und Mann, hier nachlesen kann.

»Dass die modernen Historiker alle Beweise ignorieren, zeigt, wie nötig der zivilisierte Mensch es hat, die böse Erinnerung zu unterdrücken, um sich seine Selbstachtung als vernünftiges Wesen, diese lebensrettende Illusion zu bewahren.«

Lewis Mumford ›Mythos der Maschine – Kultur, Technik Macht‹ 1974, S. 255

Was heute als Probleme zwischen Empfängnisversuch und Geburt eines Kindes angesehen wird, geht aus dem Unordnungsspeicher hervor, der umso mehr Potenzial aufzubauen vermag, je weniger wir Menschen natürliche Lösungswege ohne Energieraub anzunehmen vermögen, und so mitunter auf später verschieben, was vom Schicksal her jedoch unmittelbar vonnöten ist und dem Einzelnen weniger Freiraum und Freizeit, sprich Freiheit, im Sinne des menschlichen Harmonieverständnisses bzw. HARMONIEmissverständnisses bedeutet. Doch im Streben des Menschen nach Harmonie finden sich keine Lösungswege, die zum PROBLEM führen, ganz im Gegenteil. Lösungswege finden sich einzig in der Wahrung der HARMONIE, dem energetisch möglichst ausgewogenen Verhältnis von Ordnung und Unordnung, welche fortwährend als Geschichte aller Schicksale aller Lebensformen realisiert wird. Die Geschichte einer Beziehung, die mehr und mehr auf eine sehr harte Probe gestellt wird, nicht nur der Probleme wegen, die der Mensch den ANDEREN, bezüglich seines eigenen Nachwuches, in die Schuhe zu schieben versucht, ohne sich zu fragen, wer denn offensichtlich kaum ohne Schuhe auskommen kann, auf der täglichen Jagd nach Harmonie und Normalität … und nach Karriere, Anerkennung, Wohlstand, und der Erfüllung eigener Wünsche, Erwartungen und Vorstellungen. Dagegen zeugt die Schuhlosigkeit der ANDEREN von der nicht minder offensichtlichen Problemlosigkeit, mit der sie, in kleinen Schritten, unbeschuht, die HARMONIE, weitestgehend möglich, zu wahren wissen … mitunter bis zur völligen Erschöpfung, Schicksal genannt.

Was ist eine problemlose Geburt, nebst problemloser Erfüllung des Kinderwunsches, ohne manch allgegenwärtige Probleme erwarten zu müssen, wert, wenn diese Kinder in der Beziehungslosigkeit der EINEN zu den ANDEREN aufwachsen, zumal die Kinder von Geburt an zu den EINEN gehören werden ? Ist es nicht das, was wirklich verantwortungslos gegenüber den künftigen Kindern ist ? Zusätzlich zu all den Schulden und der Schuld, die sie zudem zu Schultern haben, bedingt durch das Versagen der Eltern das Schicksal der Menschheit gemeinsam von seiner künstlichen Geradlinigkeit zu befreien und auf den verzweigten und kurvenreichen Lösungsweg des PROBLEMS zu führen !

Unzählige Probleme werden erst zu solchen in der Betrachtung von Schicksalen Einzelner und aus der Motivation heraus, diese Probleme mit fortschrittlichen, energieräuberischen Möglichkeiten zu lösen, doch ergibt sich auch hier das Multilemma der Symptomunterdrückung, die nicht zur Heilung, und damit nicht zur Lösung, führen kann, zumal das Schicksal eines Einzelnen nicht aus dem Kontext der Spezies als Ganzes heraus betrachtet wird. Einen Schmerz immer wieder zu betäuben, lässt das eigentliche Problem nicht hervortreten, es ruft gar weitere hervor.
Sogenannte Gendefekte bzw. Mutationen sind aber eben ein solches Symptom in der Dynamik, die sich Leben nennt. Ein Symptom, welches auf das Vorhandensein eines Problems hindeutet, welches wiederum jene Spezies betrifft, die im Glauben ist, eine Lösung zu vereinfachen und auf alle zu verallgemeinern, diene der Spezies als Ganzes. Ganz im Sinne angenommener Robustheit, die sich aber mehr und mehr als künstliche Fassade entpuppt, hinter der sich Fragilität verbirgt. Doch eine Lösung kann nur im Sinne der Spezies, und damit auch des GANZEN sein, solange das Problem noch ein einfaches ist und daher allgemeingültig gelöst werden kann … und nichts anderes machen die ANDEREN, ist in der natürlichen Ordnung doch jede Mutation bereits Teil eines Lösungsweges und daher das einfachste aller Probleme, nämlich kein Problem. Doch gerade weil die ANDEREN die Dinge so direkt angehen, kann der Mensch für sich die Lösung des PROBLEMS derart auf die lange (Daten)Bank schieben.

Entstehen die meisten Probleme nicht obendrein aus der zusätzlichen Entfremdung der EINEN von sich selbst, auf diesem Wege erst recht all die Symptome des einen PROBLEMS als Schicksalsschläge Einzelner ansehend, vor denen die Allgemeinheit bewahrt werden muss, anstatt diese Symptome als Wegweiser zu akzeptieren, die den Lösungsweg aller Beteiligten säumen ?
Wie würde z. B. ein behindertes Kind von der Gesellschaft, die eine beziehungsreiche und natürlich informierte Gemeinschaft verkörpert, aufgenommen werden, wenn diese Wegweiser im Sinne der Spezies als Ganzes interpretiert würden und nicht einzig dem Potenzial der Schatten im Unordnungsspeicher als Entladungspol dienen würden, wie es in den modernen beziehungslosen Bevölkerungsansammlungen mehr und mehr der Fall ist, wo einzigartige Informationen geblockt, kanalisiert und verzerrt werden, und Daten frohlocken, die analysiert und begehrt, und obendrein beliebig kopiert werden ?
Probleme haben ihren Ursprung immer woanders, doch sucht man sie bei den ANDEREN vergeblich, dafür aber führt der Weg zwangsläufig zu ihnen, der Lösungen wegen … und auch der Loslösung von missverstandenen Erwartungen, seitens der EINEN wegen.

Informationen vermögen Energie freizusetzen, um dem Lösungsweg folgen zu können, Daten dagegen benötigen ihrerseits Energie und blockieren den Lösungsweg solange, bis entsprechende Energien zugeführt werden. Daher schwächt sich die Menschheit zunehmend, solange Daten EINE immer größere Rolle in der Problemlösung des PROBLEMS einnehmen … egal, wie sehr dem Wunsch Einzelner entsprochen werden kann.
Jeder Sonnenstrahl, der das Leben informiert, wird vom Leben, unmittelbar losgelöst vom strahlenden Schein, zur Problemlösung auf den weiteren Lösungsweg geschickt, kein Sonnenstrahl verbleibt als Strahl inmitten der Natur. Auch hier bezeugen Daten ihre Andersartigkeit, sprich, Scheinheiligkeit, bedingt durch ihre Permanenz, ihrem Verharren, in Erwartung auf ihre Loslösung.

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