Text 19: Impfen … und nun ? Verstrickt im roten Faden ? (3)

Impfen … wo liegt das Problem ? Ganz woanders ! (1)
Impfen … ein Thema kosm(olog)ischen Ausmaßes ? (2)
Impfen … und nun ? Verstrickt im roten Faden ? (3)

Roter Faden ? Gemeint ist der, in einem der vorherigen Texte ausgelegte lange Faden, der als schmaler Grat zwischen den ANDEREN und uns EINEN verläuft. Offensichtlich fällt es uns EINEN schwer diesem Grat zu folgen, ihn gar zu akzeptieren und nicht einzig nach unseren Vorstellungen, für unsere Zwecke allein, zu begradigen. Das ist aber nicht nur beim Thema Impfen der Fall. Vielmehr scheint es sich um ein allgemeines Problem der Menschen zu handeln, für welches es keine einfache Lösung gibt. Warum ? Weil das gleiche Problem in sich wechselnden Kontexten der Lebensgeschichte verschiedener Menschen auftritt und so immer neue Probleme das eigentliche Problem immer wieder anders erscheinen lassen. Hauptsächlich liegt das daran, dass wir Menschen es (uns leisten) können. Sprich, wir Menschen sind die einzige Spezies, die Angelegenheiten, die direkt angegangen werden müssen, auf die lange Bank schieben kann. Die mitunter sogar so lang ist, dass manche Angelegenheit ganz vergessen wird. Aber wie es mit Banken so ist: je länger wir unser Konto überziehen, desto mehr Zinsen werden fällig … und die Bank vergisst nie, dass wir noch Schulden bei ihr haben …

Warum die Menschheit immer mehr Schulden ansammelt ? Nicht nur in finanzieller Hinsicht ? Und die Natur stets frei von Schulden zu bleiben vermag ? Und Impfungen unserem Wunsch nach einem Schuldenschnitt gleichkommen ? Mal schauen …

Ein Wunsch ist eine Erwartung, die ohne eigene Taten auf Erfüllung wartet. Als Eltern übergibt man sein Kind dem Impfarzt und erwartet, dass es durch die Impfung ein Leben lang vor einer Krankheit verschont bleibt. Doch ist dieses Wunschdenken, da dieses im Allgemeinen als einfachster Weg angesehen wird, was nur so geschehen kann, da dieser Weg befreit vom Kontext betrachtet wird. So fällt gar nicht auf, dass der einfachste Weg nicht mit dem vereinfachtestem Weg gleichzusetzen ist. Die Natur geht stets den einfachsten Weg, denjenigen, der gar kein Problem entstehen lässt, weil unmittelbar der Lösungsweg begangen wird, z. B. durch Mutationen oder Parasiten. Wir aber gehen vereinfachte Wege und sammeln umso mehr Probleme (Schulden) an, je mehr der Kontext verkleinert bzw. verzerrt wird – was wir aber für nötig erachten, um die Komplexität, die erst durch Kontextverlust entsteht, für uns in den Griff zu bekommen. Das gilt für den zeitlichen, örtlichen und inhaltlichen Kontext. Die Folgen ? Unter anderem Ansichten, wie sie in den beiden folgenden Medienartikeln vertreten werden:

Die Argumente der Impfgegner erinnern dabei fatal daran, wie in den USA über den Klimawandel gestritten wird: So wie fast alle Klimaforscher die menschengemachte Erderwärmung als abgesicherten Fakt behandeln, rufen alle Mediziner einstimmig zur Masern-Impfung auf. Und doch kursieren in beiden Fällen Zweifel am wissenschaftlichen oder „schulmedizinischen“ Konsens, gegen die mit Fakten offenbar nicht anzukommen ist.

Impfzwang ist vernünftig – Leitartikel aus der Frankfurter Rundschau vom 24.02.2015

Die Erfolge von Impfstoffen sind beispiellos. Kaum etwas hat den medizinischen Fortschritt im 20. Jahrhundert derart mitgeprägt. Es ist daher verwunderlich, dass es noch immer Menschen gibt, die Vakzinen grundsätzlich ablehnen. Nur der Zugang zu sauberem Wasser hat global gesehen im vergangenen Jahrhundert einen größeren Einfluss im Kampf gegen Infektionskrankheiten gehabt.

Schluss mit den Masern-Mythen !  – aus Zeit Online vom 23.02.2015

Dass sämtliche Erkrankungen, gegen die geimpft werden kann, vor den Impfungen enorm an Mortalität verloren haben und zudem seitdem weit weniger komplikationsreich verlaufen, wird im Buch IMPF-ILLUSION ausführlich dargelegt. Die Virulenz natürlicher (Aufmerksamkeits)Erreger lässt in natürlichen Kontexten, in denen die Dynamik des Lebens sämtliche Spielräume zu füllen vermag, mit der Zeit nach. So wie ein natürlicher Waldbrand, z. B. durch Blitzeinschlag, nicht den gesamten Wald vernichtet. Es sei denn, es kommt zu Eingriffen, die dem Kontext fremd sind und der Dynamik dadurch zuwiderlaufen. Impfen ist EIN solcher Eingriff, der niemals den gesamten Kontext einer natürlichen Infektion abbilden kann, wie im ersten Teil dargelegt wurde. Impfen ist immer EINE Vereinfachung, die zu einer Immunantwort führt, die der natürlichen Infektion nicht ebenbürtig sein kann, als Beispiel sei die Antigenerbsünde aufgeführt, die ebenfalls im Buch IMPF-ILLUSION zur Sprache kommt ( S. 299 ff ), nicht aber in den Medien oder öffentlichen Diskussionen.

Nun baut sich die Immunantwort eines Körpers zum Teil über Antikörper auf, die das Ereignis, welches sie auf den Plan rief, in Erinnerung behalten. Eine Erinnerung ist umso nachhaltiger, je tiefgreifender, sprich, einschneidender das Ereignis war, an welches man sich dann erinnern kann. Und je mehr verschiedene Eindrücke im Rahmen dieses Ereignisses anfallen und unbewusst in Erinnerung bleiben. Bei EINER Impfung bleibt die Erinnerung vage, weil der Kontext fehlt. Bei einer natürlichen Infektion dagegen brennt sich die Erinnerung förmlich in das Immunsystem ein … mittels des Fiebers, welches im Verlauf vieler Erkrankungen von uns künstlich abgewendet wird, und welches bei Impfungen in dem Ausmaß nicht vorkommt – und wenn, dann aus anderen Gründen und mit anderen Folgen. Fieber, im Rahmen einer Infektion über die Schleimhäute, ist dabei besagter Waldbrand durch Blitzeinschlag. Impfen aber ist das geplante Stiften eines Brandes mit anderen Absichten, aber mitunter langfristigen Folgen für den Körper, die jedoch nicht zeitnah ersichtlich werden und so geleugnet werden können, weil fehlender Kontext eben dieses möglich macht und so den Schein von Komplexität bewirkt.

Was nicht zeitnah miteinander in Verbindung gebracht wird, verliert sich erst recht im Laufe der Zeit aus den Augen. Ein Kontext, der bestanden hatte, wird so zur Spielwiese neuer Möglichkeiten, jedoch ohne kontextbezogene Notwendigkeiten und ohne erkenntlich werden zu lassen, dass sich zwar die Rahmenbedingungen geändert haben, aber die Erinnerungen an Damals noch immer Auswirkungen haben. Durch Impfungen ersetzen wir, was uns(erem Körper) immer vertrauter wurde, durch etwas, was uns(erem Körper) immer fremder werden wird. Glauben wir wirklich, es wäre so einfach, Wildviren durch Impfviren zu ersetzen und zu sagen: Problem gelöst. Wir sind wahre Helden.

Impfviren verhalten sich im Körper wie Dialekte einer Sprache. Indem die Impfviren die Wildviren verdrängen und sich dabei selbst weiter verändern, gleicht ihr Verhalten den sich verändernden Dialekten, die die eigentliche Hochsprache verdrängen. Verständliche Kommunikation sieht anders aus. Nämlich möglichst missverständnisfrei.
Da jedes Immunsystem anders reagiert und andere Möglichkeiten hat, verbleiben Impfviren mitunter über die Immunantwort hinaus im Körper und gehen dort ihren neuen Möglichkeiten nach. Bei Wildviren, die im Körper verbleiben, weil die Krankheit nicht entsprechend in Begleitung von Fieber durchlebt werden konnte, passiert selbiges.
Viren wie Bakterien passen sich ihren Umgebungen an. Um nicht zu fördern, was unabsehbar ist, ist es zwingend erforderlich, die Immunantwort im unmittelbaren Kontext zum Geschehen ablaufen zu lassen … und Rahmenbedingungen zu schaffen, damit der Körper alle Möglichkeiten hat, dem möglichst problemlos nachzugehen … unter Berücksichtigung individueller Voraussetzungen. Das wäre wahrer Fortschritt im Sinne von Antifragilität, der nichts mit dem Wunsch nach Robustheit unseres technologischen Fortschritts gemein hat.

Herdenimmunität gibt es daher nur in überschaubaren Lebensgemeinschaften, die aus einer geringen Population bestehen und unter gleichen Lebensbedingungen zusammenleben. Naturvölker zum Beispiel. Diese fallen einer Infektion zum Opfer, wenn sich ihre Lebensbedingungen, von denen die gesamte Population betroffen ist, arg verschlechtern, was der primäre Grund der Krankheitsausbrüche ist. Die Infektion selbst ist sekundär und schon gar nicht ist der Auslöser in der Abwesenheit von Impfungen zu suchen. In einer Großstadt, mit Millionen bewegten Einwohnern, die zum größten Teil keinen gemeinsamen Kontext ihrer Lebensgeschichte teilen, von Herdenimmunität zu sprechen, ist daher eher ein Witz, denn die einzige Gemeinsamkeit wäre, dass diese Gesellschaft geimpft wäre. Eine Gemeinschaft ist sie indes nicht. Wenn diese Vorstellung von Herdenimmunität der Impfbefürworter keine Vereinfachung mit anschließender Verallgemeinerung ist, was dann ?

Gleiches gilt auch für eine medienwirksame Schlagzeile. Zum Beispiel, die eines kleinen Jungen, der an Masern gestorben ist. Den Tod, jenseits seiner Dramatik für die Familie zu instrumentalisieren, um dadurch mittels Angst zu signalisieren, dass auch jedes andere Kind vom gleichen Schicksal heimgesucht werden kann, geht schlichtweg an der eigentlichen Problematik von Krankheiten und der des Impfens vorbei. Auch hier wird der Kontext des Todes komplett auf den Tod selbst heruntergebrochen und fett mit Masern überschrieben, um diesen Kontext dann allgemeingültig für alle Kinder unter selbiger Überschrift anzunehmen. Was natürlich keinen Impfbefürworter stört, denn the science is settled.
Moment, hörte ich da gerade jemanden Klimawandel rufen ?

Klimawandel. OK. Kam ja auch im ersten Zitat oben zur Sprache. Auch bei diesem Thema dreht sich alles um Kontext und Rahmenbedingungen … mit selbigen Missverständnissen und Anschuldigungen:

We were told in October, before 2014 was over, that it was heading toward being the warmest year on record (…). The visual link of Polar Bears underscored the message. In fact, 2014 was among the coldest 3 percent of years of the last 10,000, but that doesn’t suit the political agenda.

Quelle

Auch hier gilt wie bei der Impfdebatte: Wird der zeitliche Kontext zu kurz gefasst, entsteht ein anderes Bild, als es im weitläufigeren Kontext der Fall ist, erst recht, wenn sich inhaltliche und örtliche Kontexte im zeitlichen Verlauf ändern.
Auch das Wettern gegen Kritiker und Andersdenkende verläuft in gleicher Wortwahl und gleichen Kampagnen. Und wenn man der Aussagekraft der vorgelegten Arbeiten der Kritiker nichts entgegenzusetzen hat, außer den üblichen, vom Kontext befreiten Worten und Zahlen, dann wird man halt persönlich:

Another day, another attack on the integrity of the Harvard-Smithsonian astrophysicist Dr. Willie Soon, this time in the New York Times.

Quelle

Also doch alles Verschwörung und Vertuschung ? Ein Schneeballsystem von Wissenden und Mitwissenden, während die ahnungslose Masse im Tal denkt, dass das Rumpeln in den Bergen die Darmgeräusche eines Yetis sein könnten.
Oder doch einfach menschlich ? Weil jeder seine eigenen Ängste hat und diese im Kontext seiner eigenen Weltbeschauung hinter den Fassaden der Normalität für sich behalten will ? Stets den Wunsch hegend, dass man von dieser Last befreit wird ? Erst recht, wenn die Überziehungszinsen der Banken weiter steigen ?

In Bezug auf Impfungen reden die Kritiker ja immer vom Gewinn, den die Pharmafirmen sich durch Impfungen an Land ziehen können. Vielleicht geht es aber gar nicht mehr darum, durch die Thematisierung des Impfens mehr Geld zu verdienen. Vielleicht geht es längst darum, nicht Geld zu verlieren, wenn offensichtlich würde, was alles geschehen ist und geschehen wird, weil zeitliche, örtliche und inhaltliche Kontexte längst nicht mehr deckungsgleich sind. Diesbezügliche Kontroversen gibt es reichlich, die sich jederzeit (wieder) entzünden können … Vorsicht, Waldbrandgefahr – oder eine akute Infektion mit Aufmerksamkeitserregern !?

Important developments have come to light in the long-running measles-mumps-rubella (MMR) vaccine controversy, but practically no mainstream media are covering the story; and if they do, they tell a very partial tale.

[ … ]

The omitted data suggested that African American males who received the MMR vaccine before age 36 months were at increased risk for autism.

[ … ]

The second court case, Chatom Primary Care v. Merck & Co., is a class action suit that relies on the same whistleblower evidence, claiming damages because Merck had fraudulently monopolized the mumps market. Doctors and medical practices in the suit would be able to obtain compensation for having been sold an overpriced monopolized product, and a defective one at that, for the mumps vaccine was not effective. The suit alleges that Merck expected outbreaks to occur, and they did. Mumps epidemics occurred in 2006 in a highly vaccinated population and again in 2009-2010.

Quelle

Eines dürfte im Laufe von Impfkampagnen und gesellschaftlicher Pflichterfüllung immer deutlicher werden, obwohl es bereits mehr als offfensichtlich ist: Wenn wir so weiter machen wie bisher, werden wir immer wieder nach immer weiteren Impfungen und Wunscherfüllungen rufen, um loszuwerden, was längst keine Gefahr mehr wäre, aber zur neuen Gefahr entartet, die wir selbst erschaffen haben, ohne je wunschlos glücklich werden zu können.
Sich nur auf fortschrittliche Hilfen von Außen zu verlassen und die eigenen körperlichen Fähigkeiten zu unterdrücken, führt zu einer Abhängigkeit, die den Körper mehr und mehr schwächt. Massenimpfungen bedeuten, die Masse im Laufe der Zeit zu schwächen, weil Robustheit der Wunsch ist. Dieses unter Zwang zu fordern und durchzuführen, bedeutet, dem Vermögen der eigenen Spezies von Grund auf zu misstrauen. Kein Bedarf an Antifragilität und sich ausheilender Lebendigkeit.

Ich würde wahrscheinlich bezüglich des Impfens anders denken, wenn wir Menschen einzig Menschen und nicht in eine Gemeinschaft eingewoben wären. Außen, wie innen. Doch Menschsein bedeutet das Leben mit ANDEREN Lebewesen zu teilen. Vor allem aber bedeutet es, unser Menschsein zur Hälfte mit Viren und Bakterien zu teilen. Im gemeinsamen Haus, welches unser Körper ist ! Jede Impfung bringt auf ihre Art Unruhe in diese Hausgemeinschaft, weil jeder die menschliche Hausordnung ANDERS versteht … wie man hier (PDF-Datei – sehr lesenswert) ausführlich nachlesen kann:

Together with a better understanding of the complexity of the microbiome, the new field of epigenetics will change the clinical practice of medicine and highlight why there is an urgent need to reform one-size-fits-all vaccine policies and laws that fail to acknowledge biodiversity and individual differences.

Dargelegt wird im verlinkten Text auch, warum es immer wieder zu Demonstrationen von (Aufmerksamkeits)Erregern kommt … und weiter kommen wird, egal wie sehr man einer Gesellschaft, die längst keine Gemeinschaft mehr ist, einzuimpfen versucht, sie sei eine Herde !

Schuld sind immer Andere und die ANDEREN ?! Nein, so einfach ist das beileibe nicht. Auch das ist nur EINE Vereinfachung. Wir Menschen nennen sie Hausordnung und verfassen sie einzig nach unseren Wunschvorstellungen. Zu diesen Wunschvorstellungen gehören auch die Annahmen, dass Geimpfte nicht infektiös für andere sind, und dass, wenn man Masernsymptome hat, aber zweimal, im Sinne der Herde, dagegen geimpft wurde, diese Symptome eben nicht Masern sind … und man so den Statistiken fernbleiben kann und der Arzt sagt: Zweimal geimpft ? Nein, keine Sorge, dann können das auch keine Masern sein. Zumindest nicht die echten …
Und wo wir schon bei der Hausordnung sind: Was nutzt das ganze Gerede von EINER Herde und von staatlich durchgesetzter Pflichterfüllung des Einzelnen, wenn es ganz ANDERE Herden – von mir aus auch Horden – gibt, die in sich beherbergen, was es laut unserer Hausordnung nicht geben darf:

The large virus family Paramyxoviridae includes some of the most significant human and livestock viruses, such as measles-, distemper-, mumps-, parainfluenza-, Newcastle disease-, respiratory syncytial virus and metapneumoviruses. Here we identify an estimated 66 new paramyxoviruses in a worldwide sample of 119 bat and rodent species (9,278 individuals).

Quelle

Ja, auch Fledermäuse gehören zur ungeimpften, aber infizierten, Lebensgemeinschaft und man mag sich fragen, was unsere Form von Fortschritt unternimmt, damit die Hausordnung nicht weiter verletzt wird. Nun, die Antwort findet sich hier. Sag‘ ich doch … Impfen und Klimawandel gehen Hand in Hand. Ganz selbstverliebt.

Zum Abschluss dieses Dreiteilers ein Zitat von Arno Gruen, denn, wie im ersten Teil bereits angedeutet, liegt das eigentliche Problem in der Tat anderswo, nämlich, nicht minder untätig, im Menschsein selbst. Da hilft auch kein Impfstoff, solange eine Infektion nicht im direkten Kontext aller benötigten Informationen geschieht, um der Dynamik der Lebensgemeinschaft begegnen zu können. Und sollte eine Infektion all diese Informationen bieten, dann braucht es erst recht keinen Impfstoff mehr, weil der Körper dem Leben direkt auf Augenhöhe zu begegnen vermag.
Wahrer Fortschritt bedeutet eben dies: mit fremden Lebensgemeinschaften, denen man sich gegenübersieht, derart zu kooperieren, dass Fremdartigkeit einfach keine Chance hat, in Feindseligkeit zu entarten. Das ist die eigentliche Geschichte des Impfens im Kontext der Menschheitsgeschichte. Alles andere ist der Wunsch nach Vereinfachung … seitens uns Menschen.

Dass Individualismus und Einheitsgefühl mit der Gruppe als Widerspruch gelten, folgt aus der Abstraktion, die unser Bewusstsein prägt. Gemäß ihrer Logik stehen diese zwei Werte im Widerspruch zueinander, weil wir Gruppenzugehörigkeit als Verlust des Eigenen empfinden. Für unsere Gesellschaftsstruktur trifft das durchaus zu, da wir darauf konditioniert sind, mitzumachen, um nicht als Außenseiter zu gelten. In unserer rationalisierten, von abstrakten Ideen über unser erwünschtes Wesen geformten Zivilisation haben wir es mit standardisierten Personenmustern zu tun und nicht mit einer natürlichen Vielfalt. Das Individuum läuft dauernd Gefahr, sich in einer Funktion oder einem Statusideal aufzulösen.[x] Wir, die wir uns für so individualistisch halten, verwechseln die künstliche Konstruktion einer Person mit der eigenständigen Entwicklung eines Selbst.

Quelle: Arno Gruen – Dem Leben entfremdet – S. 128-129 [x] siehe Quelle

 

Ein Kommentar zu “Text 19: Impfen … und nun ? Verstrickt im roten Faden ? (3)

  1. Da im Text der Klimawandel und unser Umgang mit dem CO2 thematisiert ist, anbei ein passender Text, der sich komplett auf das Impfthema übertragen lässt:

    https://wattsupwiththat.com/2017/05/14/two-competing-narratives-on-carbon-dioxide/

    Der Schluss bringt es auf den Punkt und lässt sich gänzlich auf das Thema Impfen und die damit einhergehenden Schlagzeilen in den Medien übertragen:

    “ This is why endlessly repeated simplistic soundbites like ‘climate change is man-made and dangerous’ and ‘the science is settled’ and ‘97% of scientists agree’ have been so powerful. Is there any real truth in these statements? It doesn’t matter – just keep repeating them. In a 140 characters or fewer Tweeting, knee-jerk reaction, internet-driven world of shortening attention spans where ‘TLDR’ (Too Long; Didn’t Read’) is a typical reaction to any complex issue few will take the very considerable time and very considerable trouble to root out, investigate and understand the scientific arguments of climate change sceptics that climate change is probably predominantly driven by natural ocean-atmosphere oscillations, natural solar variations (irradiation and cosmic ray flux), natural cloud cover variations and the (natural) Milankovitch Effect when all they have to unthinkingly believe is that ‘climate change is man-made and dangerous – and that’s a fact’.“

    Kontexte aufbrechen und Vereinfachungen abnicken ist leichter als Kontexte zu bewahren und den Vereinfachungen nicht auf den Leim zu gehen.

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