Die ANDERE Therapeutin

Was es mit der Therapeutin auf sich hat, mit der die 42 Geschichten des dissoziativen Romans, mal mehr, mal weniger, verwoben sind, lässt sich unmittelbar dort erleben, wo zum Beispiel Wälder noch möglichst natürlich sein können, sprich, an immer weniger Stellen auf diesem Planeten, an denen Unberechenbarkeit und Langsamkeit allgegenwärtig sein können – ohne menschliche Einflussnahme und Aneignung.

In seinem Buch Karte der Wildnis lässt Robert Macfarlane die verschiedenen Antlitze besagter Therapeutin aufleben, nicht nur in Form von Wäldern, sondern in vielen ANDEREN Erscheinungsformen, denen wir EINEN zunehmend den Lebensraum rauben. Warum wir EINEN so erpicht sind den ANDEREN den Garaus zu machen? Warum wir die Welt immer berechenbarer und sicherer gestalten wollen? Vielleicht, weil wir EINEN Angst vor einer WAHRHEIT haben, die so ganz ANDERS ist, als jene Wahrheiten, mit denen wir EINEN uns versuchen in Sicherheit zu wiegen?! Dazu passt ein Zitat von Pema Chödrön, es lautet: Angst ist die natürliche Reaktion, wenn man der Wahrheit näherkommt.

8 Kommentare zu “Die ANDERE Therapeutin

  1. Je weiter wir energieräuberisch fortschreiten, desto mehr bekommen wir EIN Gefühl dafür, dass die Welt im Grunde ANDERS ist. Je mehr wir die verwobene Lesbarkeit der Welt mit Emojis und Formelwerk vereinfachen und uns das tiefgründige, zeitintensive Lesen der Materie abgewöhnen, desto deutlicher das Vokabular, um für die Fähigkeit sensibilisiert zu werden, unseren Fortschritt ANDERS werden zu lassen:

    https://www.diesseits.ch/wir-sind-nie-saekular-gewesen/

    “Reinventing the Sacred“

    Diese drei Worte von N. Scott Momaday beschreiben den einzig gangbaren Mittelweg des Menschen, der nun am Scheideweg seines Fortschritts steht.

    Im dritten Teil des dissoziativen Romans, mit dem Titel RAUB, wird dieser Mittelweg aufgegriffen …

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