Die vorhersehbare Zukunft der Arbeit

Anbei schon mal ein kleiner Vorgeschmack auf den vierten Teil des dissoziativen Romans, der den Titel ZEITGEIST tragen wird.

Wie mag sie wohl aussehen – unsere zukünftige Arbeitswelt? Diesbezüglich ein paar Gedanken vorweg, denn, wie der vorherige Beitrag zeigte, sind wir Menschen geradewegs dabei uns EINE gewaltige Scheinwelt, EINE VIELE-WELTEN-WELT, zu errichten, in der jeder seine Individualität ausleben kann, pardon, seine Schein-Individualität, seine Isodualität. Unternehmen wie Facebook und Visionen à la Zuckerberg, versprechen uns EINE globale Gemeinschaft, in der Menschen sich alles Mögliche mitteilen können. Unmengen Fotos, Videos, Musik, Erlebnisse, Tipps, Ansichten – und Gedanken.

Was aber nutzt eigentlich alles Mitteilen und worüber soll man reden, wenn Kontexte aufgelöst werden und jeder Mensch sein Leben derart “individuell“ gestalten kann, dass man nichts mehr mitzuteilen hat, weil keiner weiß, worüber ein anderer spricht? Schließlich macht sich irgendwann jeder seine digitale Welt, wie sie ihm gefällt. Erst recht, wenn nicht nur das lästige Tippen von Gedanken wegfällt, sondern das Smartphone selbst obsolet wird, weil die Datenbrille dann alles kann, was EIN Smartphone kann – nur ohne Finger und ohne dass es jemand mitbekommt. Mit so EINER Brille lässt sich die Augmented Reality erst so richtig ausleben und die Realität ganz “individuell“ gestalten. Fürwahr, Träume werden wahr. Doch das Beste kommt erst noch, denn genau im Ausleben der Schein-Individualität in der VIELE-WELTEN-WELT lässt sich in Zukunft prima Geld verdienen – ohne dass EINER arbeitslos bleiben wird. EINE Utopie? Jein!

Dass immer mehr Tätigkeiten des täglichen Lebens digitalisiert werden, liegt auf der Hand. Gleichfalls die kommenden Umwälzungen in der Wirtschaft, der Produktion, der Logistik und im Handel, schließlich lassen sich in absehbarer Zeit ganz individuelle Produkte ganz individuell an EINEN Käufer bringen. Dabei wird die Automatisierung für den Wegfall zahlreicher Jobs sorgen, während weit weniger Spezialisten, gut bezahlt, die Automatisierung am Laufen halten werden. Aber was ist dann mit der Masse? Mit all jenen Menschen, die nicht in den Jobs untergebracht werden können, die nicht/kaum digitalisierbar sind, aber in denen weit weniger verdient werden kann, als es bei den zuvor erwähnten Spezialisten der Fall sein wird? Ganz einfach! Man lässt sie sich in der VIELE-WELTEN-WELT austoben und Daten jedweder Art generieren – und sei es nur durch das Durchstreifen dieser Scheinwelt, in der Annahme, dadurch die eigene Schein-Individualität scheinbar noch individueller gestalten zu können, wofür es Mikro-Bezahlungen seitens jener Unternehmen gibt, deren maximal bezahlten Spezialisten die generierten Massendaten zu Profit machen. Dabei gilt:

  • Je länger man im Netz ist, desto mehr Mikro-Bezahlung kann sich auszahlen.
  • Jeder kann daran teilnehmen, von wo auch immer, wann auch immer, selbst bei Krankheit oder Behinderung.
  • Es gibt keine Altersbeschränkung und keinerlei Voraussetzungen seitens Schulbildung, Ausbildungsstand, Vorkenntnisse, …
  • Es lässt sich sogar im Schlaf Geld verdienen.

Unmöglich? Wenn sich derart (ver)einfach(t) Geld verdienen lässt und der Fortschritt es immer leichter macht an dieser Entwicklung teilnehmen zu können, dann wird sich diese Entwicklung wie EIN Flächenbrand durch die globale Gesellschaft fressen.
Aber natürlich hat diese Entwicklung EINEN Haken – EINEN, der alle betrifft, die sich für Individualisten halten. Davon wird die eine oder andere kommende Geschichte erzählen …

3 Kommentare zu “Die vorhersehbare Zukunft der Arbeit

  1. Ein Algorithmus als Boss?

    http://www.roughtype.com/?p=7909

    Und all das Geld, welches nicht dem Boss aus Fleisch und Blut zufließt, wird garantiert nicht auf die Belegschaft verteilt, wobei der Konkurrenzkampf unter den Angestellten sich weiter verschärfen wird, dahingehend, wer die Arbeit für möglichst wenig Bezahlung machen wird. Welch eine Gewinnoptimierung – und in wessen Hände fließt all das Geld tatsächlich?

    Gefällt mir

  2. Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen:

    https://www.heise.de/newsticker/meldung/Was-KI-leisten-soll-Putzen-und-schwere-Arbeiten-uebernehmen-3795087.html

    Es ist vorhersehbar, was mit der Zeit passieren wird, von der wir schon jetzt meinen zu wenig zu haben – wir werden noch viel mehr weniger Zeit haben. Zudem ist die Erwartung Zeit zu gewinnen, so unmöglich zu erfüllen wie Energie zu sparen.

    Ja, die Quadratur des Kreises, wie in CHRYSALIS: Band 1 beschrieben, sie schreitet künstlich erwirkt stetig voran.

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s