EIN Ge-Zetta um die Individualität

In der modernen Gesellschaft gibt es den immer ausgeprägteren Trend bzw. Drang zur Individualisierung, während zugleich immer mehr Menschen der schnelle Zugang ins Internet gewährt werden soll. Durch die zunehmende Vernetzung der Menschheit, mittels Datennetzwerk, stellt sich die Frage, was es mit der Individualität auf sich hat, die die Digitalisierung verspricht. Bezeugen Zugriffe auf individuell zugeschnittene Seiten und Produkte wirklich Individualität, wenn Informationen mit Daten gleichgesetzt werden und immer mehr Menschen die gleichen Daten, sprich, das Internet zur Verfügung haben?

Weil wir Daten mit Informationen gleichsetzen, sehen wir uns als Individuen an, während wir aber schleichend normiert werden. Nichts anderes macht auch das moderne Bildungssystem, nach dessen Durchlaufen Individualisten ins Berufsleben eintreten sollen, obwohl dieses System EINER Normierung entspricht. Menschen werden sich durch Normierung aber immer unähnlicher, sprich, sie entfremden einander, weil das eigentliche Individuelle immer mehr angeglichen und so dem Individuum Raum zur Entfaltung genommen wird.
Daten entstehen durch Kontextauflösung und Energieraub. Informationen zeichnen sich durch Kontexttreue und durch die Abwesenheit von Energieraub aus. Wenn immer mehr Menschen die gleichen Daten zur Verfügung stehen und ihre Möglichkeiten, im Rahmen von Sicherheit und Berechenbarkeit, mehr und mehr normiert werden, dann bleibt immer weniger Raum für Individualisten, dafür aber machen sich mehr und mehr Isodualisten breit – also Schein-Individualisten, die allesamt in EINER eigenen Weltblase voneinander isoliert ihr Leben gestalten, ohne mit den Konsequenzen ihrer Scheinwelten konfrontiert werden zu wollen.

Natürlich stehen allen ANDEREN Lebewesen die gleichen Informationen (!) zur Verfügung, sich aus dem Zusammenspiel von Sonnenlicht, Erdmagnetismus und Wasser ergebend, aber die Diversität all der ANDEREN ist Ausdruck davon, dass sämtliche Informationen individuell und ohne Energieraub genutzt werden, während wir EINEN uns mehr und mehr auf Daten (!) verlassen und die Normierung durch Energieraub als Individualität erscheinen lassen. Dabei kann EINER umso individueller erscheinen, also isoduell sein, je mehr Energie zu rauben EINER imstande ist.
Wir EINEN steuern so direkt auf Eintönigkeit zu, zumal immer mehr Daten angesammelt werden, während wir die Klangfülle der ANDEREN dezimieren. Cyborgs und Avatare, als Verkünstlichung des Menschen in der Realität und Virtualität, werden somit zu EINEM Ton, der sich die Eintönigkeit, die Isolation EINES Tons, immer schöner reden muss, um für sich den Eindruck zu erwecken noch lebendig zu sein, während ANDERE Ausdruck von Lebendigkeit sind. Das Verrückte daran ist: Je schöner sich EINER seine Isodualität reden muss, desto eher und öfter greift EINER auf Daten zurück … und das Ge-Zetta steigt und steigt.

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