EINE eintönige Schattenwelt

Ich möchte noch einmal auf den vorletzten Beitrag zu sprechen kommen, denn Phi und die PHI(L)HARMONIE werden immer wieder mal Thema der 42 Geschichten des dissoziativen Romans sein bzw. sind es bereits, da sich mit dieser Metapher sehr anschaulich die Anders(un)artigkeit des Menschen beschreiben lässt.

Aus Sicht des Lebens lebt es sich womöglich am HARMONISCHSTEN, wenn ein Lebewesen soviel wie notwendig über seine Umwelt weiß, ohne je die Möglichkeit zu haben, darüber hinaus sein Wissen zu erweitern. Warum? Weil dafür mehr Energie notwendig wäre als das Umfeld von Natur aus zur Verfügung stellt. ANDERE Lebewesen sind nicht dümmer als wir EINEN, weil sie nie soviel wissen können, wie wir EINEN. Nein, ANDERE Lebewesen sind stets derart intelligent wie es das Energieangebot ihrer Umwelt ermöglicht, weil die ANDEREN sich andernfalls, durch die Abkehr vom Goldenen Schnitt, ins eigene Fleisch schneiden würden und ihr Vermögen zu HARMONISIEREN darunter leiden würde. So aber lebt ein solches, keinesfalls unwissendes Lebewesen stets annähernd im Goldenen Schnitt, zwischen Notwendigkeit und verkörperten Möglichkeiten, ohne aber je endgültig Phi erreichen bzw. alles Mögliche wissen zu können, da Phi eine irrationale, nie endende Zahl ist. Vielleicht, weil die Evolution des Kosmos ein unendlicher, aber nicht unwesentlicher Prozess ist, üder den nie alles Wissen vorliegen kann?

Nun, mal “entfernt“ sich ein Lebewesen vom Goldenen Schnitt, mal kommt es ihm “näher“, bedingt durch den Wechsel der Jahreszeiten, das Alter des Lebewesens und durch Veränderungen im Umfeld. Zu diesen Veränderungen tragen auch all die ANDEREN Lebewesen bei, die Anteil an der PHI(L)HARMONIE haben, so die Dynamik von Lebendigkeit offenbarend, in Form des HARMONIE-Vermögens des Lebens. Je “näher“ Phi dabei der Null kommt, desto weniger Leben ist in der Bude, sprich, umso mehr Eintönigkeit herrscht. Je “näher“ Phi aber sich selbst kommt, desto intensiver lernt sich das Leben kennen, desto mehr kann das Leben Eins sein, sprich, desto mehr Leben ist in der Bude, weil die PHI(L)HARMONIE klangvoller erklingt und das Leben gemeinsam die gleiche LIEBE zum Leben verkörpert. Wenn nur der Mensch nicht wäre.

Egal in welchem Bereich des menschlichen Alltags man unterwegs ist und seine Erfahrungen macht bzw. Wissen ansammelt, irgendwann erreicht auch dieses Wissen den Goldenen Schnitt des Wissenswerten. Alles, was darüber hinausgeht und mittels fremder Energie zugänglich gemacht wird, z. B. durch Bücher, Radio, Fernsehen oder Internet, verschiebt den Goldenen Schnitt über sein natürliches Maß und damit über Phi hinaus. Das gilt aber auch für sämtliche Messungen und Datenerhebungen, die EIN Bild der Vergangenheit erschaffen sollen, damit wir Menschen über unsere Zukunft Bescheid wissen. Solange das Wissen der Menschen in HARMONIE mit dem Leben ist und wir eben nicht versucht sind, alles Mögliche zu wissen, blieben all die Ungleichgewichte, die wir EINEN in die Welt bringen, dem Leben erspart, insbesondere uns Menschen. Man könnte auch sagen: Je mehr wir Menschen unsere Welt auf Fakten aufbauen und nur EINE Lösung für EIN Problem dauerhaft in den Lebensraum stellen, desto mehr Feindbilder sind die Folge und verfolgen uns. Um jedoch zu verstehen, was es mit dem Feind auf sich hat, versuchen wir möglichst viel über den Feind zusammenzutragen … schließlich wollen wir doch wissen, mit wem oder was wir es zu tun haben. Wahrscheinlich denken wir EINEN daher seit dem ersten Feuer, das wir in eine von Natur aus dunkle Höhle trugen, anders als alle ANDEREN und sehen die Welt immer weniger durch ANDERE Augen – EINE Welt voller Feinde, die in Wirklichkeit aber unsere eigenen Schatten sind.