Ganz einfach: Vereinfachungen sind böse!

Je mehr wir EINEN die Welt vereinfachen respektive ver-EIN-fachen, desto komplexer erscheint sie uns und desto mehr offenbart sich dieser scheinbare Widerspruch in Gewaltätigkeiten und Ängsten. So einfach? Offensichtlich ja!

Wie oft hört/liest man heutzutage, dass die zunehmende Digitalisierung aller Lebensbereiche der Vereinfachung – und damit Beherrschbarkeit – immer komplexerer Zusammenhänge dient, ohne aber je zu hinterfragen, ob es nicht die Vereinfachungen sind, die erst zur Annahme von Komplexität führen? Täte man es, dann käme man vielleicht auch jenem “Bösen“ auf die Spur, das uns EINEN seit unvordenklicher Zeit auf den Fersen ist und Gewalt und Angst in die Welt bringt. Hermann Oberth fand bezüglich des “Bösen“ und des “Guten“ vor Jahrzehnten folgende Worte:

Warum es immer mehr Schurken in den Machtpositionen gibt:

Im Leben stehen einem anständigen Charakter so und so viele Wege offen, um vorwärts zu kommen. Einem Schurken stehen bei gleicher Intelligenz und Tatkraft auf dem gleichen Platz diese Wege auch alle offen, daneben aber auch noch andere, die ein anständiger Kerl nicht geht. Er hat daher mehr Chancen, vorwärts zu kommen.

Infolge dieser negativen charakterlichen Auslese findet eine Anreicherung der höheren Gesellschaftsschichten mit Schurken statt. Das ethische Durchschnittsniveau einer Gesellschaftsschicht wird um so schlechter, je besser und einflussreicher sie gestellt ist. Nur dieser Umstand vermag die Tatsache zu erklären, warum die Welt nicht schon seit mindestens fünftausend Jahren ein Paradies ist.

Das muss man wissen, wenn man die Weltgeschichte verstehen will.

Hermann Oberth († 28. Dezember 1989)

Was wir EINEN unter dem “Bösen“ verstehen, ist einfach nur das Potenzial, das durch Vereinfachungen entsteht und sich EINEN Weg sucht, um sich auszudrücken, denn das Potenzial entstünde nicht, wenn wir EINEN dem Einfachen treu blieben, anstatt es zu vereinfachen, weil das Einfache nicht unseren Vorstellungen und Erwartungen von Harmonie entspricht, aber wesentlich für das HARMONIE-Vermögen allen Lebens ist und für das “Gute“ im Leben als Ganzes steht.

Die erste Vereinfachung der Menschen war die Handhabung des Feuers, die zweite die Vereinfachung des Wesens des Lebens als Gottheiten, die dritte der Ackerbau mitsamt Domestizierung ANDERER Lebewesen, die vierte die Schrift, und so weiter, und so fort, bis zur Digitalisierung der Gegenwart. Seit der ersten Vereinfachung belügen wir EINEN uns mehr und mehr und schieben die Schuld für unser Unvermögen auf ANDERE, um der WAHRHEIT nicht auf Augenhöhe zu begegnen. Und wenn diese Begegnung doch geschieht und man EINANDER gegenübersteht, dann gibt es besagten Weg, der zum Ausdruck bringt, wie sehr es uns EINEN am HARMONIE-Vermögen mangelt. Kein Wunder, dass die ANDEREN den nicht gehen können, ist er ihnen doch völlig fremd.

Ein Kommentar zu “Ganz einfach: Vereinfachungen sind böse!

  1. Das Böse ist eine Mangelerscheinung: es mangelt uns EINEN am HARMONIE-Vermögen. Doch wir EINEN halten dann für böse, was uns eigentlich auf diesen Mangel aufmerksam macht. Wir halten das Symptom für böse und nicht die Krankheit. Wir bekämpfen die Symptome. Dabei sind die Symptome ja eine Notwendigkeit, damit überhaupt Heilung geschehen kann.

    Kann es sein, dass wir EINEN lieber krank bleiben wollen und deshalb die Symptome bekämpfen? Vielleicht sind wir EINEN anstatt von Lebenswillen von Todessehnsucht erfüllt.

    Feuer zerstört die komplexen Strukturen des Lebendigen und reduziert Organisches zu Asche und Rauch. Mit den Vereinfachungen machen wir EINEN doch haargenau dasselbe. Wir reduzieren das Lebendige zu Ascheteilchen und zählen dann die Ascheteilchen. Es gibt die weißen und die schwarzen Ascheteilchen, und schon hat man die Grundstruktur der Digitalisierung.

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