Was kann EINER von der Lebenserwartung erwarten?

Mal ein kleines Rätsel:

Betrachtet man die Lebenserwartungen von Tieren und Menschen, dann offenbart sich EIN Missverständnis. Welches?

Nun, die Lebenserwartung von Tieren kann beachtlich ausfallen, insbesondere von Tieren, die im Meer leben, was nicht verwundert. Die menschliche Lebenserwartung, so sagt der Mensch, liegt bei ungefähr 80 Jahren in fortschrittlichen Ländern, wie z. B. Deutschland. Das Missverständnis im Vergleich der ANDEREN mit uns EINEN liegt in der beiderseitigen Verwendung des Begriffes Lebenserwartung.

ANDERE Lebewesen “erwarten“ die Anzahl ihrer Lebensjahre einzig aus dem Vermögen ihres biologischen Körpers heraus mit seiner Umwelt zu agieren bzw. zu HARMONI(SI)EREN. Ihre Erwartung ist dabei keine menschliche Erwartung an sich, sondern das biologische Ausleben aller körperlichen Möglichkeiten. Wir EINEN stellen dagegen in der Tat Erwartungen an unsere Lebensjahre, nur erreichen wir diese immer weniger durch das biologische Vermögen des Körpers, sondern zunehmend durch die Möglichkeiten, die uns unser Fortschritt gewährt, um den Tod möglichst lange abzuwehren. Was den ANDEREN die Lebenserwartung voller Tatendrang ist, ist bei uns Menschen die Todesvermeidung ohne Körpereinsatz.

Die irreführende Lebenserwartung des Menschen ergibt sich mal wieder schlichtweg aus der Vereinfachung, die Möglichkeiten des technologischen Fortschritts mit dem biologischen Vermögen des Körpers gleichzusetzen, um EIN Ergebnis zu erhalten, welches uns harmonisch stimmt – aber immer weiter vom HARMONIE-Vermögen ANDERER Lebewesen abweicht. So betrachtet sinkt die Lebenserwartung des Menschen mehr und mehr, während die Todesvermeidung durch Fortschritt zunimmt, worin sich die zunehmende Fragilität der Spezies Mensch zeigt und z. B. der Ursprung der globalen Krebsverbreitung offensichtlich wird.

6 Kommentare zu “Was kann EINER von der Lebenserwartung erwarten?

  1. Vor allem der letzte Satz im verlinkten Text sollte EINEM zu denken geben:

    http://www.spiegel.de/netzwelt/web/google-ki-alphazero-meistert-schach-und-go-a-1182395.html

    “Auf lange Sicht soll KI in der Lage sein, auch komplexe Aufgaben zu erledigen – etwa Krankheiten rascher zu erkennen und eine passende Behandlung vorzuschlagen.“

    Wenn der Vorschlag davon abhängt, welches Verständnis, sprich, welche Definition die KI vom Leben hat, dann kann man durchaus der Schwarzseherei verfallen.

  2. Wieder so EIN Paradebeispiel für EINE Vereinfachung, die man gewinnbringend verallgemeinern möchte:

    http://www.scinexx.de/wissen-aktuell-22099-2017-11-16.html

    Was, wenn es das Umfeld und die vererbte Geschichte des Körpers ist, die sich derartig in den Genen widerspiegeln? Würde EIN modifiziertes Gen das Umfeld, geschweige die Lebensgeschichte von Menschen verändern, die eben nicht in jenem Umfeld leben, das von Natur aus für die beschriebene Langlebigkeit sorgt? Der beschriebene Weg im verlinkten Artikel geht davon aus, dass es die Gene selbst sind, die die Langlebigkeit als Mutation ermöglichen, dabei sind sie nur das Medium zwischen den Lebensbedingungen und der Verkörperung der Möglichkeiten, sich diesen Bedingungen anpassen zu können.

  3. Ist es nicht eher so, dass unsere Lebenserwartung sinkt (!), weil wir etwas vom Leben erwarten, das sich mit dem Wesen des Lebens und der Verwobenheit von Kohärenz nicht vereinbaren bzw. nicht in Einklang bringen lässt?

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