Empathie ist EINE runde Sache

Mit jeder weiteren Krebsdiagnose im jeweils eigenen Umfeld EINES Lebens spricht die globale Entwicklung und Verbreitung von Krebs EINE immer deutlichere Sprache. Die Frage, die, damit einhergehend, immer lauter im global(isiert)en Raum steht lautet: Warum sind wir nicht bereit diese Weltsprache, die überall dasselbe Vokabular hat, zu lernen, damit wir endlich verstehen können, was uns unsere Körper zu sagen haben?
So strebt zwar alle Welt an EINE Sprache zu sprechen, um die komplexen Verstrickungen der menschlichen Weltbevölkerung zu vereinfachen und zu kontrollieren – wofür immer mehr das Englische zum Einsatz kommt -, aber die Sprache, deren Vokabular nicht erst mühsam erlernt werden muss, sondern sich, paradoxerweise, umso leichter erlernen lässt, je mehr wir EINEN mittels Fortschritt unsere Leben weiter vereinfachen, diese Sprache verdrängen wir, als stünde sie auf dem Index EINER Diktatur, als stünde auf ihrer Nutzung die Todesstrafe. Das wirklich Verrückte ist: Diese Sprache ist Folge EINER Diktatur und sie hat tatsächlich den Tod zur Folge. Sie ist also mittendrin in unser aller Leben, quasi unser aller Mittelpunkt, um den sich unsere Leben drehen.

Die Vokabeln dieser Sprache sind die Symptome unserer Krankheiten, die entstehen, weil wir dem Leben diktatorisch auferlegen, wie es zu ticken, laufen und sich zu entwickeln hat. Es ist EINE bösartige Diktatur, die den Namen Vereinfachung trägt. Ignoriert man aber diese Sprache und lässt der Diktatur freie Hand, dann bleiben die Zusammenhänge unausgesprochen, die zu den Krebsfällen im eigenen Umfeld führen, aber auch anderswo auf der Welt immer deutlicher zum Ausdruck kommen, z. B. in China:

In China lebt etwa ein Fünftel der  Weltbevölkerung. Die Zahl der jährlich im Reich der Mitte neu  an Krebs Erkrankten liegt aber bei einem Viertel der neuen Krebskranken weltweit.

Quelle

Als wäre diese Entwicklung nicht schon dramatisch genug, kommt es, obendrein, ganz dicke, denn im Falle EINER Tumorerkrankung dreht sich, zum einen, die Welt für einzelne Betroffene plötzlich im Kreis und, zum anderen, dreht sich im Kreise der Angehörigen von da an ALLES im Leben um den Erkrankten und die Symptome der Erkrankung, die durch den Körper sprechen. Wohl dem, der EIN empathisches Umfeld sein eigen nennt und sich darin aufgefangen und umsorgt fühlen kann. Nicht umsonst ist Empathie eine der wesentlichen Fähigkeiten menschlichen Zusammenlebens, die man nicht genug wertschätzen kann. Keine Frage – und doch gibt es EIN gewaltiges ABER …

Empathie ist zweifelsohne eine bedeutsame Fähigkeit Einzelner, die es vermag, Rekohärenz zu verteilen, ABER sie wird, im Kontext unseres Fortschritts und all unserer Krankheitssymptome, zum Damoklesschwert EINER Spezies – im gleichen Maße wie unser technologischer Fortschritt, mit all seinen Vereinfachungen des alltäglichen Lebens, zwar Einzelnen zu helfen vermag, aber letztlich zur Fragilisierung unserer Spezies führt, all der Einzelnen inklusive, irgendwann.

Das Vokabular all unserer Symptome, nicht nur derer des Krebses, von denen der Krebs aber eine der deutlichsten Vokabeln ist, beschreibt das Gesamtbild unserer Lebensbedingungen, in denen sich unser Leben abspielt – EINEM Puzzle ähnlich, welches zusammengelegt besagtes Gesamtbild ergibt. Betrachtet man die Puzzleteile im Einzelnen, dann sieht man deren Vielgestaltigkeit und verschiedenen Verbindungsmöglichkeiten mit allen anderen Puzzleteilen, von denen es genau eine einzige Kombination gibt, um das Gesamtbild vor sich auszubreiten, um, sozusagen, die WAHRHEIT dargeboten zu bekommen.
EIN jeder von uns ist EIN solches Puzzlestück und hat somit Anteil an der Spezies Mensch – und am Leben als Ganzes. EIN jeder mit eigenen Symptomen, sprich, eigener Ausgestaltung der Verbindungen zum Gesamtbild unserer Lebensbedingungen. Dieses Gesamtbild ist die Biosphäre. Je mehr ABER die Symptome auf den Einzelnen betrachtet bleiben, je mehr Aufmerksamkeit um den Einzelnen kreist, desto mehr rundet sich das Puzzleteil mit seinem Anteil am Gesamtbild ab, desto runder wird, was in vielerlei Gestalt Anteil am Gesamtbild hat – bis schließlich immer mehr gleiche Kreise, anstelle von individuellen Puzzleteilen, zugegen sind, die sich nicht mehr zu einem Gesamtbild zusammenlegen lassen.

Was gut gemeint ist, was in Form von Empathie gar notwendig ist, wird zur Verunmöglichung der wahrhaftigen Einbindung von Symptomen in das Gesamtbild, weil die Verbindungsmöglichkeiten verloren gegangen sind und ein mögliches Gesamtbild, EINES von vielen, Lücken im tatsächlichen Bild der Biosphäre belässt. Daher kann, insbesondere beim Krebs, der Zusammenhang zwischen dem Krebs Einzelner und den Lebensbedingungen der Spezies Mensch, die alle Einzelnen gemeinsam erschaffen, dulden, fördern und durchleben (müssen), kaum mehr dergestalt vermittelt werden, dass im Kreise von Betroffenen, in dem die Symptome im Mittelpunkt stehen, dieser Teufelskreis durchbrochen werden kann. Diese Durchbrechung ist aber entscheidend, um für all die Verbindungen sensibilisiert werden zu können, damit der Diktatur der Vereinfachungen Einhalt geboten werden kann, verstrickt diese doch immer mehr Einzelne der Spezies Mensch, und damit letztlich die Spezies selbst, in weiteren Vereinfachungen.

Unsere Spezies muss der Tatsache ins Auge blicken, dass wir Menschen es sind, die immer mehr Lebensräume und damit die Biosphäre einzig nach unseren Vorstellungen von Leben umstricken, alles uns (energieräuberisch) Mögliche daransetzend, nur keine Konsequenzen dieser fortschreitenden Weltaneignung am eigenen Leib zu spüren zu bekommen, mittels Symptomen, z. B. Krebs.
So betrachtet, ist unser Verständnis von Empathie mittlerweile derart vereinfacht, dass sie nicht mehr das Leben an sich betrifft, sondern sich zunehmend um uns selbst dreht. Kein Wunder, dass wir die symptomreiche Sprache nicht verstehen wollen, obwohl sie einfach zu erlernen ist, da sie die Folgen unserer Vereinfachungen der Welt in sich trägt. Zumal wir der Grund sind, weshalb unsere Körper diese Sprache überhaupt erst ersonnen haben. Das ist wahrscheinlich mit EIN Grund, warum wir diesen Zustand nur allzu gerne als komplex bezeichnen. Deshalb vereinfachen wir immer weiter – und machen längst nicht vor der Empathie halt, die im Kern das Gefühl für Kohärenz, die LIEBE zum Leben als Ganzes, in sich trägt – und damit auch die WAHRHEIT des Zusammenhangs zwischen unseren Symptomen und der Umwelt, die wir gestalten bzw. verunstalten.

Nun, vielleicht verstehen wir die Sprache besser, wenn man ihr Vokabular wie folgt weiter vereinfacht – sind es doch Vereinfachungen, die es uns angetan haben:

Durch all unsere Vereinfachungen sind wir längst am Arsch, doch wollen wir die bittere Wahrheit all der Vereinfachungen nicht wahrhaben. Daher exportieren wir sie möglichst weit weg z. B. nach China – quasi an den Arsch der Welt. An diesem sind wir als Spezies aber längst, eben weil wir am Arsch sind. Oder bereits im selbigen. Nicht nur den Chinesen dürfte es ähnlich ergehen …

Welchen Wert hat EINE Empathie, welche Wertschätzung dem Leben gegenüber bezeugt sie, wenn sie sich einzig um uns EINEN dreht und dabei gänzlich vernachlässigt, welchen Anteil jeder Einzelne am (Teufels)Kreis hat?

 

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