2001? 2010? 2100 – das Ende der Menschheit?

Nein, dieser Beitrag stellt keine Fortführung der mit 2001: Odyssee im Weltraum begonnenen und mit 2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen fortgeführten SF-Saga über die Zukunft der Menschheit dar. Er ist vielmehr der Hinweis auf die Zeitspanne, die der Menschheit noch bleibt, um sich als intelligent und zukunftstauglich, als lebensbejahend, zu erweisen, bevor sie, als Lebewesen, endgültig von der Erde zu verschwinden droht – was geschehen dürfte, sollte sie an ihrem bisherigen Treiben wie gewohnt weiter festhalten.

Woran lässt sich intelligentes Leben eigentlich erkennen? Nun, Nobelpreisträger Frank Wilczek hegt die Vorstellung, dass, je intelligenter Lebensformen sind, sie umso kleiner, unscheinbarer (nicht) in Erscheinung treten. Die logische Schlussfolgerung für Wilczek lautet demgemäß: Künstliche Intelligenz, als Erweiterung einer ohnehin schon intelligenten Lebensform, könnte längst im Universum allgegenwärtig sein, ihre unser aller Vorstellungen übersteigende Intelligenz dadurch unter Beweis stellend, dass sie eben nicht zu sehen ist beziehungsweise sich nicht zu erkennen gibt, weil sie mit sich selbst – und mit all ihren unvorstellbar intelligenten Möglichkeiten und Fähigkeiten – ausreichend beschäftigt ist.

Nun, die Vertiefung eigener Fähigkeiten, unter Nutzung der zur Verfügung stehenden Möglichkeiten, mag durchaus ein Anzeichen für Intelligenz sein. Doch warum in die Tiefen des Universums vordringen, um Intelligenz(en) auf die Spur zu kommen, gibt es doch auf unserem Planeten eine Intelligenz, auf die Wilczeks Mutmaßung zutrifft – und die obendrein Fähigkeiten aufweist, die der extraterrestrischen Introvertiertheit in Sachen Tiefgang um Lichtjahre voraus sein dürfte. Nein, ich meine nicht uns Menschen, denn die Spezies Mensch ist, wie weiter unter noch dargelegt werden wird, eher in Richtung zunehmenden Intelligenzverlustes unterwegs. Ich meine das Virom des Lebens, als Summe aller Viren und deren Interaktionen unter- und miteinander sowie deren expressives Ausdrucksvermögen als Genom aller irdischen Lebewesen.

Das Virom als intelligenteste Form des Lebens zu bezeichnen, liegt im Grunde auf der Hand, malt man sich in aller Deutlichkeit aus, welche Bedeutung Viren seit jeher für das Leben haben, weshalb ich Viren in bisherigen Texten gerne als die an Kohärenz vermögenste Entität, als Dirigenten der PHI(L)HARMONIE und somit als die HARMONISIERER schlechthin beschrieben habe.
Da jedes irdische Lebewesen, ausnahmslos, virale Anteile in seinem Genom trägt und auch Viren selbst zuhauf an und in ANDEREN Körpern zugegen sind, seien es Bakterien, Flechten, Pflanzen, Insekten, Säugetiere oder wir Menschen, ist auch jedem dieser Lebewesen ein gewisses (Aus)Maß an Intelligenz zu eigen. Es ließe sich gar sagen, dass erst die Viren das Leben mit Intelligenz sprichwörtlich infiziert haben und seitdem fortwährend infizieren, sich dahingehend differenzierend, wie das Lebewesen in der Lage ist, in seinem Lebensumfeld Energie zu handhaben, als kohärentes Zusammenspiel verschiedenster Zelltypen, um Lebendigkeit zu bewahren.

Allgemeinhin sehen wir Menschen uns als intelligenteste Lebensform auf diesem Planeten an, da wir uns einbilden (können), Dinge zu leisten und zu erschaffen, die allen ANDEREN Lebewesen dergestalt nicht möglich sind, doch dürften wir damit EINER immer weiter um sich greifenden Selbstbelügung aufgesessen sein, die dort ihren Ursprung hat, wo wirkliche Intelligenz sich von EINER Scheinintelligenz scheidet: im Haushalten von Energie.

Während wir EINEN mittels Technisierung und Globalisierung EIN weltweites Netz ökonomischer Verbindungen mit immer mehr Fremdenergie stricken und robust erscheinen lassen, haben Viren im Laufe der Evolution ein weltweites Netz ökologischer Verbundenheit gewoben, das gänzlich ohne Fremdenergie, und somit ohne EINEN Energieraub, auskommt. Diese ökologische Verbundenheit erweist sich seit jeher als antifragil und stets aufs Äußerste lebendig – geradezu bedingt durch energetische Katastrophen, die unsere robust erscheinende Ökonomie dagegen mit allen energieräuberischen Mitteln zu umgehen versucht. Lesenswert dargelegt, dabei besagte Selbstbelügung bloßstellend, hat dieses Ed Cohen in seinem Text The Paradoxical Politics of Viral Containment, or How Scale Undoes Us One and All, der hier als PDF-Datei zur Verfügung steht.

Das wirklich Verrückte am Energieraub unserer Spezies ist, dass die Verfügbarkeit von immer mehr Fremdenergie uns überhaupt erst in die Lage versetzt, uns kollektiv im Glauben zu wähnen, wir seien die intelligenteste Intelligenz auf Erden – während genau das Gegenteil der Fall sein dürfte. Technologischer Fortschritt wird so als die robuste Erfolgsgeschichte EINER Spezies von selbiger verkauft und exportiert, EINE Geschichte, in der wir uns allerdings mehr und mehr verstricken, ohne die fortschreitende Verstrickung als Verkettung passiver Lebendigkeitslähmung wahrzunehmen. Dazu gehören auch all die global agierenden Monopole, an deren Erfolgsgeschichten wir uns bereitwillig ketten lassen, in der Hoffnung, auf der vermeintlich hohen Welle menschlicher Intelligenz mitschwimmen zu können. Deren hoher Wellengang ist jedoch einzig Ausdruck jener Fremdenergie, die nach zeitgeistigem Ausdruck geradezu verlangt, um überhaupt gehandhabt, sprich, gehändelt werden zu können.

Nun mag sich manch EINER fragen, wie sich unser Intelligenzverlust denn zugetragen haben soll, wo wir Menschen doch, allen ANDEREN Lebewesen gleich, im Virom des Lebens zugegen sind und Myriaden von Viren auf uns und in uns tragen? Zumal sie uns ja immer wieder mittels Krankheitssymptomen nur allzu nahe kommen, weit näher als uns lieb ist. Auch hier zeigt sich der Energieraub verantwortlich, dessen Folge weitreichende Unausgewogenheiten in allen Maßstäben lebendigen Miteinanders sind, ermöglicht er uns doch immer mehr technologische Errungenschaften, die uns von viraler HARMONISIERUNG isolieren. Alles, womit wir uns im Laufe unseres Fortschritts umgeben und was wir in uns implantieren, reduziert Intelligenz – alles, das nicht von Viren besiedelt und infiziert werden kann oder aber, zwar besiedel- und infizierbar, nicht durch die Evolution gemeinsam mit der HARMONISIERUNG durch dick und dünn gegangen ist, wie zum Beispiel Stammzellen-, Gentherapien oder Organtransplantationen.

Intelligenz bedeutet, aus Sicht des Lebens, die Kohärenz natürlicher Verwobenheit zu bewahren, Langeweile aushalten zu können und ein Gefühl dafür zu haben, wann genug genug ist, egal worauf sich die Genügsamkeit bezieht. Technologischer Fortschritt, in unserer weitestgehend energieräuberischen Ausprägung, ist somit das komplette Gegenteil intelligenten Verhaltens und Künstliche Intelligenz keinesfalls intelligent, sondern nur EIN smarter Versuch, jenen geraubten Überfluss von Energie zum Ausdruck zu bringen. In diesem Überfluss werden wir nach und nach ertrinken, weil wir durch die Beschleunigung der Abkehr vom HARMONISIERENDEN Virom das aktive Schwimmen im Fluss des Lebens verlernen, die Auswirkungen, der durch Energieraub bereits erwirkten Lebendigkeitslähmung, zusätzlich verstärkend. Daher werden wir auf absehbare Zeit, dummerweise, vor unseren Technologien untergehen.

Warum 2100 den Zeitpunkt des Untergangs markieren soll? Nun, man ist das ja aus den schnelllebigen Medien gewohnt: ohne laute Schlagzeile, keine Aufmerksamkeit. Andererseits sei angemerkt, dass für die in diesem Beitrag beschriebene virale Intelligenz das Jahrtausende währende energieräuberische Treiben EINER Spezies kein Problem darstellen dürfte, zumal es dieser Intelligenz mehrfach gelungen ist, während Jahrmillionen langwieriger beziehungsweise langweiliger Eiszeiten die Lebendigkeit des Lebens zu bewahren. Es gibt indes nur zwei Ereignisse, die in der Lage wären, selbst der viralen Intelligenz den Garaus zu machen: Entweder ist der Energieeinfluss zu gewaltig oder aber der Einfluss von Energie ist komplett versiegt – mit allem anderen käme das Leben auf diesem Planeten zurecht und verkörpert sich der Energie entsprechend.

Es liegt einzig an uns Menschen, was wir uns in Zukunft unter lebenswertem Leben vorstellen – und ob wir weiter als Lebewesen leben oder als unwesentliches Produkt EINER Selbstbelügung ewig existieren wollen. Das hängt allerdings davon ab, inwieweit wir auf weiteren Energieraub verzichten wollen, vielleicht endlich von der Selbstbelügung lassend und stattdessen wirklich intelligentes Verhalten an den Tag legend. Das Virom muss keineswegs bekämpft werden, es kann jederzeit durch Ermöglichung von Kohärenz beruhigt werden, erst recht, wenn das Leben dadurch sein Gefühl für Kohärenz vertiefen kann.

Intelligenz ist das Gegenteil davon, mit immer mehr Energie, die einem Körper von Natur aus nicht im Umfeld der körperlichen Reichweite zur Verfügung steht, natürliche Verwobenheit zu vereinfachen. Intelligenz, sie sieht einfach ANDERS aus – und sie könnte jederzeit EIN wenig ANDERS aussehen, wenn wir der WAHRHEIT endlich ins Auge blicken könnten, ohne weiter zu glauben, dass unser bisheriger Fortschritt EIN untrügliches Zeichen von Intelligenz ist.

10 Kommentare zu “2001? 2010? 2100 – das Ende der Menschheit?

  1. Anbei EINES von vielen aktuellen Problemen an der Spitze zuvor erwähnten Rattenschwanzes:

    https://medizin-aspekte.de/100400-internationale-studie-weltweit-erste-therapiemoeglichkeit-fuer-kinderdemenz-cln2-entwickelt/

    Was ist der Unterschied zwischen dem Symptom EINER Krankheit und EINER Wechselwirkung, die sich aus der Behandlung EINES Symptoms ergibt? Die Länge des Rattenschwanzes.

    Oder ANDERS ausgedrückt: Moderne Medizin wird zunehmend zur Behandlung unserer Misshandlung der lebendigen Verwobenheit.

  2. Der Rattenschwanz neuer Probleme wird länger und länger, während die Ratte selbst (das eigentliche Kernproblem) zunehmend in Vergessenheit gerät oder absichtlich nicht beachtet wird. Worum sich stattdessen gekümmert wird, ist die Spitze des Rattenschwanzes, um selbst unternehmerisch an die Spitze des Fortschritts gelangen zu können. Der Imperativ des technologischen Fortschritts, er wird immer offensichtlicher:

    Zum Wohle Einzelner!
    Auf Kosten Aller!
    Auch der Einzelnen!
    Irgendwann!

    Warum dem so ist? Weil immer mehr Unternehmen immer mehr Produkte auf den Markt bringen, um möglichst viele verschiedene Probleme respektive deren Symptome zu beseitigen. So kommt es zu immer mehr Möglichkeiten der Therapie, die in den Körper eingebracht/implantiert werden, die aber allesamt nicht miteinander resonieren und nicht miteinander verwoben werden können. Von Natur aus wird diese Verwobenheit durch verschiedene Zyklen, die innerhalb und außerhalb des Körpers aktiv sind, sowie durch virale Sprachkompetenz, hinsichtlich genetischer Veränderungen, gewährleistet.

    Um all diese Therapien mit ihren Wirkstoffen, 3D-Ausdrucken, Nanobots, usw. zu verweben, bräuchte es mehr Zeit als wir bereit sind, dem Körper zu gewähren. Vor allem aber müssten wir die Folgen und weiteren Symptome dieser Verwebung akzeptieren und aushalten können, damit überhaupt mal dieser Teufelskreis des immer länger werdenden Rattenschwanzes durchbrochen werden kann. Das wollen wir aber nicht, siehe Diabetes. Lieber züchten wir der Ratte EINEN weiteren Schwanz, als dass wir uns um die Verkürzung des längst bestehenden kümmern. Von der Ratte selbst ganz zu schweigen.

    Bei Medikamenten nimmt das Ausmaß der Wechselwirkungen EINER Pille mit anderen Pillen umso mehr zu, je mehr Pillen EINER schlucken muss, um am Leben gehalten werden zu können. Überträgt man das auf die hochgelobten, baldigen Möglichkeiten, die EINEM Körper “zugute“ kommen sollen, um bisherige Probleme in den Griff zu bekommen, dann kann man sich ausmalen, wie es um neue Arten von Wechselwirkungen gestellt sein wird. Perpetuum mobile – auch Teufelskreis genannt, auf Kosten Aller irgendwann …

  3. Die Zukunft, sie sieht rosig aus, all der intelligenten Lösungen wegen, deren Lösung darin liegt, die eigentlichen Ursachen und Zusammenhänge einfach zu ignorieren, ohne sich so eingestehen zu müssen, dass diese Form von Lösung nichts weiter ist, als die Auflösung kontextbewahrender Verwobenheit, die zu weiteren Problemen führen wird, für die weitere Lösungen gefunden werden müssen:

    http://www.bbc.com/news/business-43781851

    Was wir Menschen unter Intelligenz verstehen? Die Schaffung EINES Perpetuum mobile erster, zweiter und dritter Art. Funktionieren kann EINE solche Maschinerie aber nur, weil wir den Raub von Energie sowie die Zerstörung von Kohärenz leugnen, die besagte Maschinerie antreibt.

  4. Anbei ein Text, der nicht nur hinsichtlich unserer Vorstellung von Intelligenz lesenswert ist sondern auch hinsichtlich unserer völlig fehlgeleiteten Vorstellung von Herdenimmunität:

    https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC3755228/

    “Only when things go wrong, such as when natural hosts are lost due to changes in environments, will viruses leave well-balanced equilibrated situations and infect naive new or weak hosts and cause diseases. Most of them are man-made accidents exploited by opportunistic viruses.
    [ … ]
    We cannot survive without viruses and bacteria, which is a surprise. This is new and in contrast to our historical view of viruses and bacteria as pathogens. Viruses and epidemics can even affect social behavior as an evolutionary force. This may have been true for mankind ever since its beginning, when coping with infectious diseases just like enemies “

  5. Leben ist Energie, die ein Zuhause gefunden hat, für das es sich lohnt zu sterben. Lohnenswert ist dabei das intelligente Haushalten dieser Energie, die sich so lebendig erhält und als Gesundheit verkörpert, zumal die langsamste Form des Todes Gesundheit ist. So einfach “tickt“ das Leben.

  6. Je länger künstliche Todesvermeidung aktiv ist und als steigende Lebenserwartung verkauft werden kann, ist der Mensch, je älter er passiv wird, EIN umso b€d€ut€nder Wirt$chaft$faktor.

    http://www.heilpraxisnet.de/naturheilpraxis/das-altern-aufhalten-forscher-finden-langes-leben-20180226401789

    Und wenn Mathematiker versichern, dass man die künstlich erwirkte Überalterung nicht fürchten braucht, dann ist doch alles in bester Ordnung.

    Auch hier offenbart sich der durch EINEN Überfluss von Fremdenergie erwirkte WAHNSINN als Abglanz einer Intelligenz, die im Schein der geraubten Energie sich vor den Schatten fürchtet, die das Leben auf die robust wirkenden, sich um die nicht sterben Dürfenden auftürmenden Fassaden wirft.

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