EIN schmaler Grat …

… der umso schmaler wird, je breiter wir EINEN uns auf dem Grat machen. Gemeint ist der Grat, der zwischen unseren menschlichen Vorstellungen von Harmonie und dem HARMONIE-Vermögen der natürlichen Verwobenheit verläuft, näher beschrieben in folgendem Text:

Viral rescue

When antibiotics fail, could phage therapy succeed? The germ’s-eye view of infection might open up revolutionary treatments

Quelle: aeon.co

Ausführlicher dargelegt ist die thematisierte Gratwanderung des Menschen im Buch “Gesund durch Viren“ von Thomas Häusler, worin unter anderem die Arbeiten des Mikrobiologen Félix d’Herelle beschrieben werden, der sich des Themas bereits vor 100 Jahren angenommen hatte. Seine Sichtweise respektive Weitsicht wird anhand folgender Zitierung deutlich:

Für ihn [Félix d’Herelle] war klar: Versuche im sauberen Labor an Tieren, die ohne starkes Nachhelfen keine Cholera bekamen, waren etwas für denkfaule Feiglinge, die  die rauhe Wirklichkeit und die Gefahren eines elenden Seuchenhospitzes fürchteten. Alles was sich durch die künstlich erzeugte Krankheit gewinnen ließe, sei “eine Bakteriologie, eine Immunologie, eine Epidemiologie für Labortiere“. Hämisch bemerkte er, wenn er sich in Kalkutta wegen Cholera behandeln lassen müßte, würde er die Hölle von Campbell wählen – denn dort verbreiteten sich die rettenden Phagen unter den Patienten, was in der Klinik der Reichen die Hygiene verhindere. Zum Beweis führte er an, daß im Campbell Hospital die Cholera-Sterblichkeit im Jahr 1926 bei 27 Prozent lag, im europäischen Krankenhaus der Stadt hingegen bei 86 Prozent.

Thomas Häusler – Gesund durch Viren – S. 88 – […] Anmerkung meinerseits

Wie schnell aus Weitsicht erneute Kurzsichtigkeit werden kann, wird anhand des eingangs verlinkten Textes deutlich, denn der schmale Grat wäre kein schmaler werdender, wenn wir EINEN nicht erneut ANDERE alleinig für unsere Vorstellungen von Leben beziehungsweise Überleben missbrauchen täten und unser Leben über das Leben ANDERER Lebewesen erheben würden – ohne die Konsequenzen unserer energieräuberischen Existenz, und der damit einhergehenden Zerstörung natürlicher Verwobenheit, aushalten zu wollen.

Warum zum Beispiel Bakterien, die uns plagen, Biofilme bilden? Weil HARMONIE das möglichst ausgewogene Verhältnis von Nähe und Distanz sowie von Kooperation und Konkurrenz bedeutet. Ein Biofilm ist ein Anzeichen von Distanz, indem die derart verkörperte Lebensgemeinschaft auf Distanz zu den Bedingungen in ihrem Umfeld geht, was nur durch eine besondere Nähe zu all jenen möglich ist, welche dem Biofilm angehören. Ohne ein solches Vermögen von HARMONIE ist von Natur aus keine LIEBE zum Leben möglich. Félix d’Herelles Worte, nur ANDERS ausgedrückt – und ein symptomreicher Hinweis darauf, wo das eigentliche Problem liegt, welches den schmalen Grat für uns EINEN immer schmaler werden lässt.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s