Endlich mal die kausale Klappe halten – Teil 1

Endlich mal die kausale Klappe halten – Teil 1
Endlich Akausaliker werden – Teil 2

Wer (A) sagt muss auch (B) sagen

Kausalität beschreibt die Reaktion auf eine Aktion, da A zu B führt und die direkte Verbindung zwischen A und B wahrgenommen und B als Folge von A dieser Aktion zugordnet wird.
Im Grunde ist ALLES kausal miteinander verwoben, woraus sich von Natur aus Zyklen ergeben. Menschen neigen jedoch mehr und mehr dazu, einem Ereignis A ein B folgen zu lassen, egal, was zu A geführt hat und wie weit das B zeitlich davon entfernt ist. Hauptsache, EINE lineare Verbindung zwischen beiden bleibt nachvollziehbar, selbst wenn B gar nichts direkt mit A zu tun hat.
Der berühmte Schmetterlingsflügelschlag irgendwo, der anderswo zum Tornado führt, ist ein Beispiel solcherart Verwobenheit. Den Tornado dagegen alleinig auf den CO2-Gehalt in der Atmosphäre zu schieben, ist besagte Neigung und somit EINE Vereinfachung. Diese soll plötzlich für alle Tornados gelten, was EINER folgenreichen Verallgemeinerung entspricht, während der Schmetterlingsflügelschlag nur ein kausales Geschehen von unzähligen weiteren ist, die letztlich zum Tornado führen, ohne dass EINER die unzähligen weiteren Geschehnisse kennt, geschweige jene, die den Schmetterling irgendwo, und zwar genau dort und genau dann, seine Flügel bewegen ließen.

(A)lles (B)eweise

Da ALLES Folge irgendwelcher Folgen ist, was wiederum zu folgenreichen Folgen führt, taugt Kausalität nur dann zur Lösungsfindung EINES Problems, wenn mittels Zufuhr von Energie sich nur noch auf das konzentriert wird, was wahrnehmbar, überschaubar und nachvollziehbar sich ereignet. Das Problem dabei ist allerdings, dass alles, was nicht wahrgenommen wird, nicht überblickt werden kann und nicht nachvollziehbar ist, sich nicht problemlos aus EINER Weltvorstellung entfernen, sondern nur auf Abstand halten lässt – und das umso effektiver, je mehr Energie dafür zur Verfügung steht und somit natürliche Zyklen nicht berücksichtigt werden müssen. Darunter leidet die Langfristigkeit der vermeintlichen Lösung bzw. kommt es zu weiteren Problemen anderswo. Von Natur aus aber sind Zyklen wesentlich am Lösungsweg beteiligt, der sich langfristig energieeffizient ausgestaltet, auch über die Dauer EINER Karriere und EINES Lebens hinaus. Man kann durchaus sagen: Von Natur aus gibt es überhaupt keine Probleme, nur Lösungen, weil die Evolution des Universums ein einziger Lösungsweg ist, wie im Buch “Mein Job, dein Krebs, unser Universum“ ausführlicher beschrieben wird.

»Klappe und (A)ction! (B)ewegung!«

Damit EINE Welt EINEM Drehbuch folgt, in welchem immer mehr profitorientierte Regieanweisungen vorgeben, dass von A EINE logische Verbindung zu B besteht, benötigt die Realisation des Films mit dem Titel “WORLDWIDE ENTROPY – das globale Wirtschaftssystem“ vor allem EINES, nämlich immer mehr besagter Energie, die an den meisten globalen Drehorten jedoch nicht permanent und in ausreichendem Maße von Natur aus zur Verfügung steht. Daher wird sie von anderswoher herbeigeschafft, – um nicht zu sagen geraubt -, was zusätzlicher Energie bedarf und so das Problem der Energieversorgung für die Umsetzung des Drehbuches mit jeder weiteren Klappe, sprich, jedem weiteren Schnitt, verschärft.

»(A)lle herhören! (B)esorgt mir mehr Energie!«

Je mehr Fremdenergie EINEM nun zur Verfügung steht, desto bereitwilliger wird die dichte Kausalverwebung auf EINE möglichst kurze Kausalverkettung heruntergebrochen, all der Möglichkeiten wegen, die sich durch die Verfügung von Fremdenergie ergeben. Außerdem steht es ja so auch im Drehbuch. Aufgrund dessen wird sich manch EINER nicht mit EINER Neben-, geschweige Statistenrolle zufrieden geben wollen und stattdessen nach “Größerem“ streben, was bedeutet, dass die HARMONIE, wie im Beitrag zuvor erwähnt, klein beigeben soll.
Daraus ergibt sich zwangsläufig EIN Problem mit dem Plot, wie er im Drehbuch steht, zumal immer weniger Menschen Statisten bleiben wollen, Statisten aber vonnöten sind, damit der Film weiterhin profitabel besetzt werden kann. Deswegen gesellen sich zum Energieproblem der Filmproduktion mehr und mehr weitere Probleme, die EINEN Rattenschwanz bilden, der nicht nur nicht im Drehbuch steht, sondern nichts anderes ist, als die Realisierung aller durch Fremdenergie ermöglichten Kausalverkettungen – als Summe aller Vereinfachungen von Verwobenheit bzw. als ruhelose, stressige Fragmentierung selbiger.

Der (A)nfang vom (B)eginn

Laut Drehbuch wird EIN Problem gelöst, indem vom Rattenschwanz EIN kurzes Stück abgetrennt wird, denn so folgt auf A (Schnittstelle) das B (Schwanzende). Völlig losgelöst vom restlichen Rattenschwanz erscheint daraufhin der gesellschaftstaugliche Lösungsweg, der nun durch A und B in Szene gesetzt wird, als Folge EINER überschaubar gewordenen, vereinfachten Problematik. Deshalb rollen im Film die Köpfe von Sündenböcken, die mit EINEM A markiert wurden und werden diese durch neue Köpfe mit EINEM B ersetzt; deshalb setzt dramatische Musik ein, wenn Normwerte A überschritten haben und werden Effekte gezündet, wenn am Punkt A Geschichte geschrieben wird, weil  EINE Erfindung B EINE Lösung für EIN Problem bedeuten soll. Der Haken dabei?
Nun, oberstes Gebot bei der Filmproduktion ist, dass der Drehbuchautor, die Ratte, nicht im Film erscheinen darf, obwohl sie, die Ratte, mit jedem Drehtag immer fetter, immer offensichtlicher wird und ihr Schwanz immer schneller nachwächst, während das immer schneller verheilende Schwanzende als Zeugnis EINES Fortschritts beworben wird. Wofür? Damit möglichst viele Menschen sich an der Fortführung der Filmproduktion beteiligen, weil die Kosten und der Aufwand der Produktion steigen und steigen.
Die Ratte aber, sie verkörpert das PROBLEM schlechthin: die permanente Verfügbarkeit von immer mehr geraubter Fremdenergie. Deshalb wird das PROBLEM von kaum EINEM wahrgenommen, weil das beste Versteck immer die Offensichtlichkeit ist. Erst recht, wenn das PROBLEM längst ganz normal erscheint. So normal, dass es immer öfter mit der Lösung gleichgesetzt wird. So normal, wie das Versprechen der Ratte, dass EIN jeder, der sich am Film beteiligt, egal, in welcher Form, “groß“ rauskommen kann. Ganz “groß“. Ohne zu verraten, dass der Film EIN Film über das Lebenswerk der Ratte ist – und der Untertitel “K.O.-Evolution“ lautet. Die Ratte, sie hat nicht nur das Drehbuch geschrieben, sie führt auch Regie.

(A)kausaliker und EIN (B)-Movie

Wie aber aus diesem schlechten Film der teufelskreisenden Rattenschwanzverstrickung und Endstückzerstückelung entkommen? EINEM B-Movie, das immer weniger mit der Ko-Evolution des Lebens gemein hat. Wie nicht länger geblendeter Leibeigener von WORLDWIDE ENTROPY bleiben, jegliches Vermögen von lebenswerter Leibhaftigkeit der Gigamaschinerie EINER Filmproduktion in den nimmersatten Rachen werfend? Diesen Fragen, wie EINER Fortschritt ANDERS denken und Akausaliker werden kann, spürt Teil 2 nach.

 

 

Ein Kommentar zu “Endlich mal die kausale Klappe halten – Teil 1

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