Endlich Akausaliker werden – Teil 2

Endlich mal die kausale Klappe halten – Teil 1
Endlich Akausaliker werden – Teil 2

Fortschritt ANDERS zu denken, bedeutet nicht nur, dass die Worte des ANDERS-Denkens EINE Google-Null sind, sprich, keinen oder nur wenige Treffer mittels Suchanfrage liefern. Fortschritt ANDERS zu denken, bedeutet am ehesten, die WAHRHEITS-Phobie EINER Spezies zu überwinden, indem man sich dem eigentlichen PROBLEM, der Traumatisierung, die zur Phobie geführt hat, stellt und das PROBLEM nach und nach (auf)löst. Wie? Entweder kann man das grandiose Buch von Timothy Morton ›Being ecological‹ lesen, ohne dem Autor in all seinen Darlegungen widerspruchslos zustimmen zu müssen, sich dennoch darauf einlassend, wie er bisherige, liebgewonnene Denkschablonen EINER Spezies aufbricht, um EIN Gespür für ANDERS-Denken(de) WAHR-nehmen zu können. Oder aber man wird Akausaliker und somit zu EINER noch bestehenden Google-Null. Natürlich kann man auch sowohl das Buch lesen als auch Akausaliker werden oder sowohl entweder als auch oder einen Schritt weiter gehen – doch der Reihe nach, um das Ungewohnte aus dem Gewohnten heraus zu erkunden.

Was unterscheidet das Natürliche vom Künstlichen? Was unterscheidet demgemäß die Ko-Evolution des Lebens von der K.O.-Evolution EINER Lebensvorstellung?

Ko-Evolution:

  • lokales Energieangebot ist mit globalem Energiebedarf durch natürliche Zyklen konsequent HARMONISIERBAR, weshalb Ko-Evolution ganzheitlich ist und somit ohne Räuber auskommt
  • natürliche Zyklen gewährleisten Seinsbewusstsein mit der unmittelbaren Umwelt und nähren das Kohärenzgefühl (WAHRE Intelligenz), das die Möglichkeiten des eigenen Körpers mit der Notwendigkeit von Lebendigkeitserhaltung in Einklang bringt
  • wird zyklisch gelassener

K.O.-Evolution:

  • lokaler Energiebedarf ist mit dem globalen, natürlichen Energieangebot nicht permanent realisierbar, weshalb K.O.-Evolution vereinheitlicht, um die permanente Verfügbarkeit, die EINER mit Harmonie verbindet, durch Energieraub zu gewährleisten
  • permanente Verfügbarkeit von immer mehr Fremdenergie löst Seinsbewusstsein auf, was zum Kohärenzverlust hinsichtlich der Ko-Evolution führt. Folge ist EIN Selbstbewusstsein über das gegenwärtige Dasein, weit über natürliche Ausmaße von Raum und Zeit, hinaus, so die Phobie fortschreiten lassend
  • beschleunigt sich linear

ANDERS-Denken, es bedeutet, mit Energie dergestalt zu haushalten, wie die Ko-Evolution bereits seit Jahrmillionen Energie handhabt. Entscheidend ist, EINE Denkschablone, die sich seit nunmehr 12.000 Jahren als Technologie ausgebildet hat, nicht zu verteufeln oder zur Gänze über Bord EINER Arche namens Harmonie zu werfen. Besagte Technologie, die fortschreitende Entwicklung hin zu EINER Spezies, sie ist die Problematisierung des eingangs erwähnten PROBLEMS – bedingt durch die im ersten Teil beschriebene Kausalverklappung, weshalb sich der bisherige Fortschritt mehr und mehr von der Ko-Evolution und somit von ANDEREN Lebewesen entfernt, sich gar entfremdet.

ANDERS-Denken, es bedeutet, akausal vor Ort zu handeln, um nicht länger dem Satz »Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile« auf den energieräuberischen, rattenschwanz(un)artigen Leim zu gehen. Wenn EIN solches Ganzes das globale Wirtschaftssystem (Worldwide Entropy) ist, dann haben alle kausal verketteten Teile über kurz oder lang nicht nur EIN Problem, sondern immer mehr Probleme, auch solche ganz ANDERER Art(en). Dieses Mehr an Problemen, es ist der Treibstoff, der die weltweit operierende Gigamaschinerie antreibt und jene Ratte mästet, die durch die Ausbreitung ihres Rattenschwanzes zwar immer offensichtlicher wird, zugleich aber sich immer besser verstecken könnend, da Kausalverkettung bzw. Rattenschwanzverstrickung zu teils extremer Kurzsichtigkeit und Kohärenzverarmung führt.

ANDERS-Denken, es bedeutet, nicht länger in den eigenen Möglichkeiten vor Ort systematisch von anderswoher nicht minder systematisch beschnitten zu werden, um, derart vereinheitlicht, mehr und mehr einzig die Notwendigkeit EINER Maschinerie am Laufen zu halten. Nein, es bedeutet, WAHR-zunehmen, dass EIN Ganzes (Worldwide Entropy) weniger ist als die Summe seiner Teile. Warum? Weil jedes ›Teil‹, jedes am Leben teilhabende Lebewesen, seitens der Ko-Evolution weit mehr Möglichkeiten hat, um Lebendigkeit auszuleben, als die Notwendigkeit EINER Gigamaschine Menschen glauben macht. EIN Glaube, der EINE Selbstbelügung realisiert, wie im aktuellen Buch ›Mein Job, dein Krebs, unser Universum‹ dargelegt, und für deren Aufrechterhaltung immer mehr Energie unablässig vonnöten ist.

ANDERS-Denken, es bedeutet, all die Möglichkeiten zu entdecken, die vor Ort bereits verstrickte Fremdenergien freizusetzen vermögen, anstatt zur Beibehaltung EINER Vereinheitlichung von Möglichkeiten über immer mehr Fremdenergie von anderswoher permanent verfügen zu müssen.

ANDERS-Denken, es bedeutet, das sechste Artensterben zu vermeiden. Nicht jenes, welches Timothy Morton mit EINER globalen Erwärmung in Verbindung bringt, sondern jenes der Individuen. Damit gemeint sind all jene Lebewesen, die unteilbar mit der Ko-Evolution durch ihr Kohärenzgefühl verwoben sind, weil sie konsequent mit Energie ANDERS umgehen, wozu auch der Mensch von Natur aus gehört(e). Nur geht ihm diese Verwobenheit seit nunmehr 12.000 Jahren zunehmend verloren bzw. opfert er sie EINER harmonischen Lebensvorstellung, massenproduziert von Worldwide Entropy – immer ungünstiger für das Leben, aber immer billiger in der Herstellung und profitabler im Verkauf für das System.

ANDERS-Denken, es bedeutet, nicht weiterhin sich immer mehr Welt anzueignen und möglichst viele kausale Spuren zu hinterlassen. Es bedeutet, loszulassen und eigenen Energieraub möglichst zu minimieren, ohne verfolgen zu können, was anderswo akausal durch das Loslassen und Minimieren im Sinne des Lebens aller Individuen ermöglicht wird. Sowohl entweder als auch oder.

Sicher, auch was akausal oder zufällig erscheint, ist ein Geflecht von Kausalitäten, aber wenn ein Geschehen für Worldwide Entropy nicht profitabel genug ist, wird auch nicht verfolgt, wie sich die Profitabilität steigern oder anderswo wiederholen lässt. Das Geschehen, in welcher kausalen Größenordnung auch immer, es entzieht sich so unter anderem der Digitalisierung der Welt und lässt sich nicht als Datensatz speichern und vermarkten. Akausaliker, sie schleusen unentwegt Trojaner mit guten Absichten ins globalisierte System. Gut, im Sinne von heilsam. Gut, im Sinne von kohärent, um endlich die Phobie vor der WAHRHEIT zu überwinden und nicht auf ewig immer schneller und fremdenergielastiger EINER Selbstbelügung hinterherzurennen.

Sicher, niemand möchte auf die liebgewonnen vordergründigen Vorzüge unserer bisherigen Technologien verzichten. Allerdings kann es keine ganzheitliche Lösung des PROBLEMS sein, die Folgen dieser Technologien immer weiter in den Hintergrund zu drängen und somit in die Zukunft zu verschieben. Deshalb bedeutet es für Technologien, die ANDERS gedacht werden, dass sie nicht zwangsläufig generell ANDERS funktionieren müssen als bisherige, sondern vielmehr, dass sie von uns Menschen ANDERS genutzt werden, indem sich das lokale Energieangebot im Kontext des globalen Energiebedarfs abspielt. Aus heutiger Sicht, stellt sich dieses als nicht realisierbares Unterfangen dar, aber nur, weil die Gigamaschinerie, in der wir Menschen uns mehr und mehr verstricken lassen, uns wesentlicher Möglichkeiten beraubt und uns diesen Raub als einzig gangbaren Weg verkauft, dahingehend, sich den eigenen Lebensunterhalt in Harmonie, sprich, Wohlstand und Sicherheit, verdienen zu können. Die Folge? Entweder weiter belügt werden bzw. weiter EINER Selbstbelügung anheimfallen oder aber aller Lebendigkeit schließlich verlustig gehen.