Selbstbestimmtes Sterben ist EINEM Selbst suspekt

Man mag es durchaus als Hoffnungsschimmer für EINE Spezies deuten, was aktuell verschlagzeilt zu lesen ist:

Das Bundesverfassungsgericht hat die geschäftsmäßige Sterbehilfe erlaubt. Es gebe ein Recht auf selbstbestimmtes Sterben, heißt es in dem Urteil.

Quelle: Verfassungsgericht sieht Recht auf selbstbestimmtes Sterben

Für mich persönlich ist das Leben, egal durch welche Krankheit auch immer bedingt, spätestens dann in keinster Weise mehr lebenswert, wenn ich selbst, auf welche Art auch immer, nicht mehr in der Lage wäre, mich selbst zu töten. Ab diesem Punkt wäre ich komplett, in jeder Hinsicht, von meinem Umfeld abhängig, ihm gar gänzlich ausgeliefert, ohne fortan auch nur über ein Jota an Selbstbestimmung verfügen zu können. Oder anders formuliert:

Was EINEM technologischen Fortschritt mit stetig steigendem Energiebedarf zunehmend abhandenkommt, ist die Akzeptanz der natürlichen Lebensspanne, weil diese Form des bisherigen Fortschrittts immer mehr Möglichkeiten ersinnen kann, um weiter und Weiteres festzuhalten. Seien es Erinnerungen, Objekte, Weltbilder, oder eben das eigene Leben. Daher rührt der eingangs erwähnte Hoffnungsschimmer, denn EINEN Fortschritt ANDERS zu denken, ohne immer mehr Fremdenergie aktiv einzufordern bzw. dieser passiv ausgeliefert zu sein, beinhaltet, dass Geliebtes losgelassen werden kann – nachdem man erfahren hat, dass Festhalten mehr Energie benötigt, als man selbst je aufbringen kann. Das gilt nicht nur für Schwerstkranke, sondern auch für deren Angehörige.