Aus Freude am Ver(ungl)impfen

Interessant, dass GOOGLE bisher keinen Treffer mit der Suchanfrage nach „aus Freude am Verunglimpfen“ verkünden konnte, wo doch seit Monaten seitens der Politik, der Medien, der Wirtschaft und der Mehrzahl der Menschen in diesem Land genau diese Freude immer mehr zum Ausdruck gebracht wird. Wie sonst soll man es nennen, wenn der von allen natürlichen Kontexten befreite Akt der Verabreichung einer gentechnisch veränderten Bauanleitung ein körperfremdes Protein hervorbringen soll, um möglichst viele Antikörper möglichst dauerhaft in möglichst vielen Menschen möglichst vieler Altersklassen zu synthetisieren und die möglichen Folgen besagten Aktes in ihrer bio-logischen Tragweite für Zellen, Körper und Bevölkerungen heruntergespielt bzw. verneint werden? Wie sonst soll man es nennen, wenn hierzulande über 100 bekannte Firmen offen und bagatellisierend für eine medizinische Therapie werben, obwohl keines dieser Unternehmen solcherart Eingriff bewerben dürfte? Wie sonst soll man es nennen, wenn die Ausgrenzung, Stigmatisierung und Bestrafung von Ungeimpften längst in einer Form vorangetrieben werden, die Ausdruck besagter Freude sind – und sei es als Schadenfreude? Wie sonst soll man es nennen, wenn Entscheidungsträger endlich etwas durchsetzen können, was bisher ein Tabuthema war, es aber nun als großer gesellschaftlicher Fortschritt verkauft, gar wahrgenommen wird?

Aber Verunglimpfung? Wie kann die “Impfung“ eine Verunglimpfung darstellen, wenn „Impfen der einzige Weg heraus aus der Pandemie“ ist? Wie sonst soll man es nennen, wenn die Realität anders aussieht, zum Beispiel wie hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier, hier und hier und anderswo zuhauf beschrieben wurde? Wie sonst soll man es nennen, wenn all jene, die, wie es neuerdings bei BMW heißt, keinerlei “Freude am Impfen“ empfinden, als gesellschaftlich minderwertiger bzw. gefährlicher Teil bezeichnet werden, wie hier, hier, hier und hier beschrieben, eben weil sie sich selbst Gedanken über sich, ihre Gesundheit und ihre Kinder machen und weil sie nicht nachvollziehen können, warum eine natürliche Immunität einer modernen “Impfung“ unterlegen sein soll und warum das Genesensein fortan mit einem kurzen Haltbarkeitsdatum versehen wurde, dass zudem auch noch auf einem Test beruht, der noch immer keine Infektion nachweisen kann, aber weiterhin dafür genutzt wird, um völlig sinnentleerte Inzidenzen tagtäglich über die Bildschirme und Displays huschen zu lassen, die ihrerseits wieder darüber bestimmen, wie viele Gs das aktuelle “Miteinander“ verkraftet, während zugleich niemandem mehr Glauben geschenkt werden kann, der behauptet, man fühle sich gesund (ein Begriff, der mehr und mehr aus dem Wortschatz verschwindet, daher zur Erinnerung anbei ein Link zur Erläuterung dieses Ur-Gs).

Nun geht die “Freude am Impfen“ inzwischen soweit, dass sie für bestimmte Berufsgruppen zur Pflicht erhoben wurde, womit es auch normaler wird, Freude beim Verunglimpfen all jener zum Ausdruck zu bringen, die bezüglich der Pflicht keinerlei Freude empfinden können, aber fortan so zu tun haben, als freuten sie sich doch. Diese Unerfreuten, die medial gerne verallgemeinert als ziemlich Unfreundliche verschlagzeilt werden, sie haben nun die Möglichkeit, sich von besagten Berufsgruppen zu verabschieden, indem sie ab März 2022 ihr Einkommen auf anderem Wege verdienen. Zumindest solange, bis die “Impfpflicht“ für fast alle im Land verpflichtend wird, was sicherlich vielen, die sich bereits freuen, weitere Freude bereiten wird.

Auch ich gehöre zu einer solchen Berufsgruppe und bin keineswegs über die Pflicht erfreut. Zum einen, weil ich ein über das Haltbarkeitsdatum hinausgehender Genesener mit gewesenen typischen Symptomen und mit nachgewiesenen Antikörpern bin, zum anderen weil ich nach fast zwei Jahren des Selber-Nachdenkens mir selbst eine Meinung über die weitverbreitete Verunglimpfung kritischer Einwände, den “Impfungen“ gegenüber, gebildet habe, anstatt mir voller Freude fortwährend medial eine “eigene“ Meinung (ein)bilden zu lassen. Bisher habe ich keine andere finanzielle Möglichkeit, der Pflicht zu entkommen und bin mir meiner eigenen Erpressbarkeit diesbezüglich bewusst. Andererseits ist eine allgemeine Pflicht nur noch eine Frage der Zeit, weil weit mehr auf dem Spiel steht, als bloß die Gesundheit der Bevölkerung. Und ich schreibe bewusst bloß, denn ginge es wirklich um die Gesundheit, dann wären die letzten Monate, nicht nur in diesem Land, gänzlich anders verlaufen. Nein, um Gesundheit ging es nie.

“European liberalism is dying, the European Union stands exposed as a seat of extreme authoritarianism, and the future of this continent looks very uncertain indeed. Covid will look like a blip in the affairs of man in comparison with the fallout from this political and moral crisis of the European continent.“

The death of Europe – spiked-online.com

Oder doch? Ist doch noch Gesundheit drin, wo Gesundheit draufsteht? So sagte Gesundheitsminister Lauterbach in seiner ersten Rede in neuer Rolle:

“Es sei in keiner Weise akzeptabel, dass schutzbedürftige Menschen sich infizieren und sterben, weil Personal nicht geimpft sei.“

Lauterbachs erste Rede als Minister – t-online.de

Nun, ganz so einfach ist es eben nicht. Nicht nur, weil auch in dieser Aussage bereits Verunglimpfung mitschwingt. Schwerer wiegt indes, dass die Realität, wie eingangs mehrfach verlinkt, eben anders aussieht. Nun täglich getestet, ist das unerfreute Personal deutlich sicherer als die freudig “Geimpften“ und jene “Geimpften“, die nur vorgeben, sich zu freuen, weil, wie bereits erwähnt, es auch bei manchen “Geimpften“ nicht um die Gesundheit, sondern um den Erhalt bzw. die Wiedererlangung gewohnter “Freiheiten“ geht. Hinzukommt, dass Aussagen, in denen es um Gesundheit geht, in einem viel größeren Kontext betrachtet werden müssen, als allgemeinhin in und unter eine Schlagzeile passt. Diesbezüglich fünf Beispiele, in denen ein bestimmter Name fällt und Gesundheit offensichtlich auf der Strecke bleibt:

Faktencheck Lauterbach: Ist Omikron für Kinder gefährlich?

SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach für Schließung jeder zweiten oder dritten Klinik

Diese Klinikbetreiber haben die Macht! Fresenius/Helios, Asklepios, Sana-Kliniken, Rhön-Klinikum: Das Geschäft mit unserer Gesundheit

Der Einflüsterer

Rhön-Klinikum AG: Strategische Kontakte

Ergo? Nicht überall, wo Gesundheit draufsteht, ist auch eben solche zu erwarten. Eher ist das Gegenteil der Fall.

Aber wie nun verfahren, in so einer verfahren Lage für bisher Ungeimpfte, deren ungeimpften Tage gezählt sind und deren gutes Recht es sein sollte, – aber (un)wohl nicht mehr ist -, sich für ihr Ungeimpftsein und –bleiben zu entscheiden? Wer es vermag, wer es sich leisten kann, wer sich nicht erpressbar bzw. abhängig hat machen lassen, der solle alles daransetzen, den betroffenen Berufsgruppen den Rücken zu kehren und einen Mangel weiter vorantreiben, dem es bereits seit Jahren an Nachwuchs mangelt. Ich kann es momentan leider nicht und daher werde ich, mir aller etwaigen gesundheitlichen Konsequenzen bewusst, einen anderen Weg wählen. Wenn, wie BMW es bisher verkündete, die “Freude am Fahren“ für Ver(ungl)impfungen zweckentfremdet wird, um die Freude für ein gentechnisches Produkt mit reichlich bio-logischem Potenzial für gesundheitliches Ungemach zu wecken, dann bedarf es genau jener Notwendigkeiten, die im Buch Mein Job, dein Krebs, unser Universum dargelegt wurden, nämlich:

  • ein Trojaner mit guten Absichten werden;
  • Lügen, weil man belogen wird, indem man bei der Wahrheit bleibt.

Das mag sich nun unspektakulär anhören und auf die Schnelle keinerlei Wirkung zeigen, doch ist genau das der springende Punkt. Es gibt nicht den einen Weg. Doch alle verschiedenen Möglichkeiten zusammen können bewirken, was einem allein an Wirkung nicht möglich ist. Diese staatlich verordnete Verpflichtung wird mich nicht unfreundlich werden, aber radikal die gesellschaftlichen Hintergründe und Fassaden ergründen lassen. Radikal, nicht im vereinfachten Sinne des raschelnden Blätterwaldes, sondern im Sinne der ursprünglichen Bedeutung: radix – die Wurzel, der Kern, auf dem Heimweg durch den Märchenwald, in dem Tante Mu und Omi Kron hausen. Oder um es mit den trefflichen Worten Ursula K. Le Guins zu sagen:

“Für mich ist das Entscheidende dabei nicht, eine spezifische Hoffnung auf Besserung anzubieten, sondern durch die Unterbreitung einer imaginierten, aber überzeugenden Alternativrealität das eigene Bewusstsein und somit auch das Bewusstsein der Lesenden von der faulen, furchtsamen Denkgewohnheit zu befreien, dass unsere gegenwärtige Lebensweise die einzige Weise sei, wie Menschen leben könnten. Ebenjene Trägheit des Denkens ermöglicht, dass institutionalisierte Ungerechtigkeit unhinterfragt fortgeführt wird.“

Ursula K. Le Guin – Am Anfang war der Beutel – thinkOya – S. 71

Und weiter:

“Wir werden unsere eigene Ungerechtigkeit nicht erkennen, wenn wir uns Gerechtigkeit nicht vorstellen können. Wir werden nicht frei sein, wenn wir uns Freiheit nicht vorstellen können. Wir können von niemandem verlangen, nach Gerechtigkeit und Freiheit zu streben, wenn sie oder er zuvor keinerlei Möglichkeit hatte sich diese als erreichbar vorzustellen.“

Ursula K. Le Guin – Am Anfang war der Beutel – thinkOya – S. 73

Und was ist mit Demonstrationen, lautstark auf möglichst breiten Straßen, plakativ und zahlreich? In diesem Fall dürften Demonstrationen eher kontraproduktiv sein, wie Schlagzeilen der letzten Wochen aus Österreich und Deutschland es vermuten lassen. Warum? Weil zu viel auf dem europäischen Spielplan steht und dieser letztlich erweitert werden soll. Weil zu wenige Menschen viel zu spät sich mittels Bequemlichkeit und erfüllbaren Erwartungen haben erpressbar machen lassen, mich selbst eingeschlossen. Weil Macht mit Menschen auch weiterhin Unmenschliches macht – und Mitmenschen mitmachen, solange man ihnen genug Hoffnung auf Sicherheit macht und sie glauben, nur anderen würden dafür Freiheiten genommen. Macht ja nix, ist die entsprechende Devise. Nur liegen sie mit dieser Annahme völlig daneben – wie es der Imperativ des technologischen Fortschritts immer wieder und wieder verdeutlicht:

Zum Wohle Einzelner!
Auf Kosten Aller!
Auch der Einzelnen!
Irgendwann!

Und irgendwann, wahrscheinlich in nicht allzu ferner Zukunft, wird man sich eh fragen müssen: Wofür überhaupt noch gesund bleiben wollen, wenn man einzig Spielfigur für andere auf einem immer größer werdenden Spielplan bleibt? Wofür immer weiter eine Nötigung benötigen, um unter all jenen zu wandeln, die nicht aufhören können, sich weiterhin zu belügen und die weiterhin bereit sind, immer weniger Freiheiten gegen noch mehr vermeintliche Sicherheiten einzutauschen? Nur um unter immer größeren Anstrengungen und mit mehr Konsequenzen für Leib und Seele einem Winston Smith immer ähnlicher zu werden?

Mit diesen Fragen fängt es an, das Leben eines Trojaners mit guten Absichten, der lügen muss, weil er immerzu belogen wird, indem er bei der Wahrheit bleibt, im Kontext der WAHRHEIT selbst.